Herdelezi 2011, Do., 26.05.11, in Hannover

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Mit Herdelezi 2011 in Hannover lädt Romane Aglonipe als Selbstorganisation der Roma-Minderheit zu Information, Musik und Diskussion ein:

Herdelezi-Plakat, Hannover, Do 26.05.2011

Saal des Kath. Bildungszentrums St. Clemens

Leibnizufer 17 B, 30169 Hannover

Zugang über den Kirchplatz

Parkplätze: Zufahrt über die Strasse „Auf dem Kanonenwall“

Herdelezi 2011 in Hannover engagiert sich als Projekt der Roma für die Einbeziehung dieser Minderheit in die Gesellschaft in Hannover und Niedersachsen, insbesondere für ein Bleiberecht der Roma-Familien, die als Flüchtlinge (vor allem aus dem Kosovo) seit vielen Jahren hier leben.

Herdelezi 2011 in Hannover stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Roma suchen ein Leben in Sicherheit und Würde und finden zunehmend Unterstützung in der Zivilgesellschaft, bei Kirchen (z.B. bei Caritas und Diakonie, s. Aktion Bleiberecht), Menschenrechts- und Kultur-Organisationen, Schulklassen, Vereinen (s. Alle bleiben!).

Als Roma können wir die Belange der Kommune aktiv mitgestalten, unsere Kinder und Jugendli-che können hier die gemeinsame Zukunft mit gestalten. Eine Abschiebung aber bedeutet für sie die Deportation ins Niemandsland.

Herdelezi 2011 in Hannover wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt und von weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen gefördert: Projekt MISO – Migranten-Selbstorganisation – der Landeshauptstadt Hannover, Kath. Kirche in der Region Hannover und Caritasverband der Diözese Hildesheim – dafür vielen Dank!

(online seit: 14.05.11, 23:00, Update: 21.05.11)

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HERDELEZI 2011, So 22.05.11 in Emden

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Mit Herdelezi 2011 laden Roma-Familien in Emden und Ostfriesland zum Dialog mit Kultur ein:

Herdelezi 2011 in Emden, So 22.05.11

 Hochschule Emden-Leer,

Constantiaplatz 4, 26723 Emden.

Herdelezi 2011 in Emden bietet Literatur, Berichte, Foto-Ausstellung, Musik, Film, Buffet und Geselligkeit.

Zugang ist am Gebäude 4, Fachbereich Soziale Arbeit, vom Parkplatz Paapsand aus – oder vom Parkplatz Teutonenstrasse aus zu Fuß über das Hochschul-Gelände, links an der Mensa vorbei.

Das Kinder-Programm beginnt ab 12 Uhr – die offizielle Eröffnung findet um 14 Uhr statt – mit Grussworten der Stadt Emden, des Landkreises Aurich, des Ev.Luth. Kirchenkreises Emden und der Veranstalter.

Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, organisiert das Projekt in Kooperation mit dem Initiativkreis für das Bleiberecht der Roma in Krummhörn und Emden sowie dem Projektbereich Interkulturelle soziale Arbeit der Hochschule Emden-Leer.

Herdelezi 2011 stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Herdelezi 2011 findet in Emden statt, weil hier und in der Region Ostfriesland mehrere Hundert Roma-Flüchtlings-Familien leben, um durch vielfältige Angebote Kontaktmöglichkeiten zu bieten, die Roma-Kultur erlebbar zu machen und Pläne für weitere gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln.

Herdelezi 2011 wird in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Ostfriesland und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt.

Für die Unterstützung danken die Veranstalter weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen in Emden, der Region und Niedersachsen, darunter Diakonisches Werk und Caritas, GEW, Förderkreis der Hochschule, Bündnis 90/Die Grünen Emden (Stand: 14.05.11).

(online ab 15.05.11, 22:15 Uhr; Update: 21.05.11)

Bleiberecht – der Streit aus 2010 geht weiter

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2011 – ein Jahr positiver Entscheidungen?

Was sollen Flüchtlinge tun, die Schutz suchen vor Diskriminierung und Verfolgung in ihrem Herkunftsland – und denen die Behörden in Deutschland keine Zuflucht gewähren? Was sollen Kinder und Jugendliche tun, die hier geboren und / oder aufgewachsen sind, der Heimat z.B. ihr Ort in Niedersachsen oder einem der anderen Bundesländer ist – und deren Anspruch auf Schutz und elementare Rechte von den Behörden in Deutschland mißachtet wird? Was sollen ältere Menschen tun, die hier mit ihren Kindern und Enkelkindern leben, die in ihrer alten Heimat keine Verwandten mehr haben – und die von den Behörden die Aufforderung zur Ausreise erhalten?

Was sollen die Kranken tun, die hierher geflüchtet sind und nur hier medizinisch so behandelt werden können, dass sie eine Chance zum Überleben haben – und die von den Behörden hier keinen Aufenthalt aus humanitären Gründen zugestanden bekommen?

Was sollen die Behörden tun, die zugunsten von Flüchtlingen für einen Aufenthalt entscheiden wollen – denen aber das Innenministerium als vorgesetzte Behörde die Erteilung einer Aufenthaltsberechigung untersagt?

Was sollen die Organisationen und mitfühlenden Einzelpersonen unserer Zivilgesellschaft tun, Sportvereine, Schulen, Kirchengemeinden, Menschenrechtsgruppen, Jugendverbände und andere, die Zeuge davon werden, wie aktive Mitglieder, Schülerinnen und Schüler in Angst leben, jeden Tag abgeschoben zu werden in ein Land, das nie mehr ihre „Heimat“ werden kann – und die nach dem Willen der Mehrheitspolitik dennoch hier kein zu Hause erhalten können?

Was sollen die Selbstorganisationen der Flüchtlinge tun, die für die Rechte ihrer Communities Beratung, Protest-Aktionen, Lobby- und Advocacy-Arbeit aufbauen, zunehmend mehr Unterstützung erhalten, eine Antidiskriminierungspolitik der europäischen Gremien – aber mit einer inhumanen Kälte deutscher Behördern und PolitikerInnen konfrontiert sind?

Alle Flüchtlinge, insbesondere die Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, haben nur eine Chance: „Alle bleiben!“. Und zwar jetzt und hier!

Der Streit um elementare Menschenrechte für alle geht auch 2011 weiter!

Wenn Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen im Dezember 2010 weitere Abschiebungen von Kosovo-Roma aus dem eigenen Bundesland – zunächst bis März 2011 – aussetzen, sollten sich die übrigen Länder einfach anschließen.

Wenn dann die nächste Innenministerkonferenz am 22.06.11 in Hessen zusammenkommt, sollten sich die Senatoren und Minister des Inneren einfach einen Ruck geben und zugunsten der Angehörigen der Roma-Minderheiten aus dem Kosovo entscheiden:

Alle bleiben in Deutschland.

Die Innenminister sollten die Chance ergreifen, Tausenden eine Heimat und die Chance auf Arbeit und Leben zu geben. Die Roma-Flüchtlinge brauchen dringend ein Leben in Sicherheit und Würde – und Deutschland braucht die Roma-Familien.

Zuwanderung ins Sozialsystem“ muss nur der fürchten, der Einwanderer NICHT fördert und willkommen heißt. Alle Beteiligten brauchen gezielte Förderung und Hilfen zur beruflichen Eingliederung, Starthilfe für Existenzgründungen und die Unterstützung, die dazu beitragen wird, dass die Nachwuchskräfte, die zum Teil ja schon seit mehr als 10 Jahren hier leben, endlich ihre Existenz eigenständig gestalten können.

Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, darunter viele ausgebildete Fachkräfte, und ihre Kinder suchen hier ihre Zukunft. Sie haben es verdient, damit ernst genommen zu werden!

Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen nehmen die Hartherzigkeit der Innenbehörden nicht mehr teilnahmslos hin: Immer mehr stehen auf für die sozialen und kulturellen Rechte der Roma-Flüchtlinge.

2011 kann ein Jahr vieler positiver Entscheidungen werden. Das Roma-Treffen wird für dieses Ziel weiterarbeiten –

Mitwirken erwünscht!