Herdelezi: Grussworte, Ausstellung, Musik & Tanz

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Zum Frühlingsfest der Roma, HERDELEZI, hatten Romane Aglonipe, Roma-Jugend in Niedersachsen und die Roma-Frauen-Organisation zu Sonntag, 18. Mai, in die Katholischen Familienbildungsstätte in Hannover eingeladen.

Herdelezi 2014 bot einen kulturellen Dialog mit Gesprächen, Berichten, Foto-Ausstellung, Film, Musik, Buffet und Geselligkeit. Roma aus mehreren Orten in Niedersachsen trafen mit Nicht-Roma zusammen, um sich kennenzulernen und auszutauschen – ganz nach dem Motto der Interkulturellen Woche 2014: „Gemeinsamkeiten suchen, Unterschiede feiern“ (www.interkulturellewoche.de)

mehr: Herdelezi-2014_Kurzbericht

(erstellt: 28.05.2014)

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HERDELEZI 2014 – Einladung zu Sonntag, 18.05.14

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Zum Frühlingsfest der Roma, HERDELEZI Herdelezi-2014_Karte-1, laden Romane Aglonipe, Roma-Jugend in Niedersachsen und die Roma-Frauen-Organisation nach Hannover ein.

Das Programm beginnt am Sonntag, 18. Mai, um 14 Uhr, in der Katholischen Familienbildungsstätte, Leibnizufer 17 b, Hannover-Calenberger Neustadt – neben der St. Clemens-Basilika.

Ab 12 Uhr können Roma-Familien und Gäste ankommen, dann gibt es Kinder-Spielaktionen, eine Ausstellung und ein Buffet mit Spezialitäten der Roma-Familien.

Zu 14 Uhr sind Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in Stadt und Region mit Grußworten eingeladen. Es folgt ein Beitrag „Antiziganismus überwinden“ sowie ein Dokumentarfilm über ältere Roma in Niedersachsen. Dann darf getanzt werden zu „Balkan-Musik“ (Keyboard und Gesang) – ein Info-Punkt bietet Nachrichten zum Streit um ein echtes Bleiberecht.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Kath. Erwachsenenbildung (KEB), der Kath. Kirche in der Region Hannover, der Kath. Familienbildungsstätte und dem Netzwerk für Flüchtlingshilfe und Menschenrechte organisiert. Unterstützung kommt von der Landeshauptstadt und der Region Hannover, AMFN, Caritas und dem Ethnomedizinischen Zentrum Hannover.

(Stand: 13.05.2014, aktualisiert 15.05.2014)

Roma und Sinti gehören zu Deutschland

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Der 8. April ist für die Roma-Communities ein Tag der Erinnerung an den Beginn der neuen Emanzipationsbewegung der Roma-Minderheit, die mit dem 1. Roma-Weltkongress am 8. April 1971 in London international bekannt wurde.

Aus diesem Anlass fanden im Anschluss an das Roma-Treffen 2014 (23. Februar) am Dienstag, 8. April 2014, in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover Gespräche von Roma-Organisationen in Niedersachsen mit Landtagspräsident Bernd Busemann, Sozialministerin Cornelia Rundt und der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, statt.

An der Roma-Delegation waren Mitglieder des Vereins Romane Aglonipe, des neu gegründeten Vereins „Roma-Jugend in Niedersachsen“ und der neuen Roma-Frauen-Organisation in Niedersachsen beteiligt. Gemeinsam überreichten sie die Erklärung des Roma-Treffens 2014: „Wir wollen uns nicht mehr verstecken“.

Für die Minderheit der Roma und Sinti ist der Widerstand gegen den alten und neuen Rassismus bis heute ein zentrales Anliegen, das von weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt wird. Bei den Gesprächen am 8. April konnten die Roma-Selbstorganisationen die Lebenssituationen und Forderungen der Jugendlichen, Frauen, Familien und SeniorInnen vorstellen. Sie plädierten für konkrete Programme für die soziale und kulturelle Teilhabe der Roma und Sinti sowie für eine echte Bleiberechtsregelung, ein „Leben in Sicherheit und Würde“.

Dabei kam auch die Forderung zu Sprache, die Rahmenvereinbarung des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten auch für Roma und Sinti in Niedersachsen umzusetzen – durch konkrete Vereinbarungen für den Schutz und die Förderung der Sinti und Roma wie in Rheinland-Pfalz oder in Bremen, die Gleichstellung der Roma und Sinti als Minderheit mit den Friesen und Dänen in der Landesverfassung Schleswig-Holsteinsoder einen Staatsvertrag wie in Baden-Würtemberg. Auch die Einberufung eines Beratungsgremiums der Landesregierung aus SprecherInnen der Selbstorganisationen der Roma und Sinti wurde vorgeschlagen. Weiterlesen

Erklärung des Roma-Treffens 2014

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Zum Internationalen Tag der Roma, dem 8. April, überreicht Romane Aglonipe zusammen mit weiteren Roma-Organisationen aus Niedersachsen VertreterInnen der Landesregierung die Erklärung des Roma-Treffens 2014. Zu den GesprächspartnerInnen zählen: Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Sozialministerin Cornelia Rundt und Landtagspräsident Bernd Busemann. An diesem weltweit historischen Tag der neuen Bürgerrechtsbewegung der Roma lenken die SprecherInnen der Roma-Community die Aufmerksamkeit der Politik auf ihre Forderung, Antiziganismus aktiv zu bekämpfen, die Teilhabe der Roma-Minderheit strukturell zu fördern und dazu auch gesetzgeberische Wege zu wählen.

Hannover 08.04.2014

Gemeinsam gegen Rechtsextremismus

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Bad Nenndorf bleibt bunt – Manifestation der Schwäche für die Neonazis

Mit vielfältigen Protestaktionen am 3. und 4. August unterstützten mehr Menschen als 2011 den Widerstand gegen den Marsch von rechtsextremistischen Organisationen am Samstag, 4. August in Bad Nenndorf. Sieben Demonstrationen gegen die Neonazis waren für den 4. August angemeldet, eine Demonstration des „Bündnisses Rodenberg gegen Rechts“ zog am  Samstag morgen zum Ökumenischen Gottesdienst an der Musik-Muschel im Kurpark Bad Nenndorf. Die Aktion „Urban knitting“ und Riesen-Transparente gegen die Hass-Politik der Neonazis und für das Aussteiger-Programm „EXIT“ setzten künstlerisch neue Akzente im Protest.

Romane Aglonipe war zu einem Beitrag bei der Auftaktkundgebung  von DGB und Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ eingeladen:
Für die Minderheit der Roma und Sinti ist der Widerstand gegen den alten und neuen Rassismus ein zentrales Anliegen. Damit gehen wir Hand in Hand mit den Organisationen der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen“, erklärte Djevdet Berisa.Er zitierte aus der „Hannover-Erklärung gegen Antiziganismus“ von 2011:

Als Juden, als Sinti und Roma, als Angehörige einer nationalen Minderheit, aber auch als Europäer sind wir sehr besorgt über das Anwachsen des Rassismus in der Mitte unserer Gesellschaft.

Der verstärkte Antisemitismus und Antiziganismus in den europäischen Staaten, auch in Niedersachsen, sollte alle aufgeklärten Menschen beunruhigen. Es kann und darf nicht sein, dass unsere Minderheiten, Jahrhunderte hindurch verfolgt, heute, im 21. Jahrhundert, immer noch ausgeschlossen sind und keine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten.

Wir wollen gemeinsam mit allen demokratisch und aufgeklärt denkenden Menschen in Niedersachsen und Europa zusammenarbeiten, um rassistischem Gedankengut entgegenzutreten. Wir dürfen es niemals zulassen, dass Antisemitismus und Antiziganismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zum Alltag des heutigen Europa wird.“

An den Kundgebungen des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ nahmen mehr als 1.000 Menschen teil. Die Redebeiträge repräsentierten das breite gesellschaftliche Spektrum des Widerstandes gegen die Neonazi-Propaganda. Blockade-Aktionen der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ konnten das Eintreffen der Neonazis um mehrere Stunden verzögern. Busfahrer in Haste weigerten sich, die ungeliebten braunen Fahrgäste im „Schienen-Ersatzverkehr“ zu fahren, und wegen einer Pyramiden-Aktion, die Freitagabend am Rande des Platzes vor dem Wincklerbad begann, konnten die ca. 460 Neonazis ihre Feier nur auf enger Fläche aufstellen. Die Feiern entlang der Neonazi-Route begleiteten den „Ehren-Marsch“ und die Kundgebung der Rechtsextremisten in kurzer Distanz mit massiven Protest.

Der Aufzug der RechtsextremistInnen wurde insgesamt zur Manifestation der Schwäche. Aus Sicht der Protest-Bündnisse ist der Tatbestand der Volksverhetzung und Verletzung des Grundgesetzes durch die Hass-Märsche längst erfüllt – die Proteste aller zivilgesellschaftlichen Kräfte gegen die demokratiefeindlichen Auftritte von Neonazis in Schaumburg werden weitergehen. Und über die Frage, wer 2013 im Nds. Innenministerium in Hannover die amtliche Auseinandersetzung gegen Rechtsextremismus politisch verantworten wird, entscheiden auch die WählerInnen bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar.

(erstellt: 19.08.12)

Länderabend Kosovo Do 12.07.12

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Do 12.07.12, 19:30 Uhr

Tagungshaus St. Clemens, Leibnizufer 17 b, Hannover

Kosovo: Toleranter Vielvölkerstaat – oder Land „mit zwei Wahrheiten“?

Ruhigen Gewissens abschieben – oder Kursänderung?

Die Delegationsreise des Niedersächsischen Landtages von 22.-26.04.2012 in den Kosovo hat zu kontroversen Ergebnissen geführt: Die Mitglieder der CDU haben die „eine Wahrheit“ erlebt – Abschiebungen sind vertretbar, weil die Rückkehr-Förderung das Gewissen entlastet, die Mitglieder der Landtags-Opposition haben Ausgrenzung, Leid und Elend erlebt, in das niemand abgeschoben werden darf. Eine erste Debatte fand am 09. Mai im Landtag Hannover statt.

„Die beiden Wahrheiten“ und viele Detail-Beobachtungen werden am Donnerstag, 12. Juli 2012, mit einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in Hannover vorgestellt. Das Abend-Programm ist eine Kooperation von Romane Aglonipe mit MISO, Migranten-Selbst-Organisation Hannover, der VHS Hannover, dem Caritasverband der Diözese Hildesheim sowie der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

Als Diskussion-Partner sind Abgeordnete aller Landtags-Fraktionen eingeladen. Hedwig Mehring, Caritas Hildesheim, wird die Position der „Aktion Bleiberecht“ (Caritas, Diakonie, Pro Asyl) vorstellen.

(erstellt: 04.07.2012, aktualisiert: 04.07.12, 12.07.12)

„Wir sind auf uns allein gestellt“ – aktueller Radiobericht 29.05.12

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Dem zweisprachigen web-BLOG des österreichischen Vereins Roma-Service entnehmen wir  mit großer Freude diesen Medien-Hinweis – MERCI!

„Wir sind auf uns allein gestellt“

Wie Sinti und Roma systematisch an den Rand gedrängt werden

Großartiges Radiofeature unseres dROMa-Gastautors Ronny Blaschke

Ronny BlaschkeAnhören >>> Deutschlandradio (on demand: mp3)

Seit der Osterweiterung der EU stellen Sinti und Roma die größte Minderheit des Kontinents. Über keine andere Volksgruppe wissen die Mehrheitsgesellschaften so wenig und glauben so viel Negatives zu kennen. In Ungarn werden Sinti und Roma von Neonazis verfolgt, in Frankreich wurden sie zu Hunderten abgeschoben, in Italien ließ die Regierung sie amtlich registrieren. Und in Deutschland? Sie haben sich daran gewöhnen müssen, dass sie zu deutschen Schulen, Universitäten, Ausbildungsbetrieben schwer Zugang finden und dass sie bei NS-Entschädigungen kaum berücksichtigt werden. Ihr Zentralrat wird nicht in wichtige gesellschaftliche Gremien berufen. In Medien, Wissenschaften und politischen Debatten haben sie kaum einmal eine Nische erhalten.

(dradio.de, 29.5.2012)

(erstellt: 02.06.2012)