EINLADUNG zum 08.08.2010

Nächstes Roma-Treffen

So., 08.08.2010, 12 Uhr, Hannover

TREFFPUNKT:

ÄNDERUNG:

NICHT: IIK c/o Kulturzentrum FAUST

SONDERN:
Kulturzentrum PAVILLON

Lister Meile 4

direkt am Hauptbahnhof, ca. 300 m Fußweg

(Ausgang: hinter Gleis 12/13, Richtung Lister Meile,

Eingang am Weißkreuzplatz neben Café Mezzo)


Zur Beratung:

  1. Proteste aktuell – Kurzberichte aus den verschiedenen Orten
  2. Gemeinsame Aktion – Demonstration Sa 02.10.10 in Hannover
  3. Vorbereitung zur Herbst-Innenminister-Konferenz – Do 18.11. / Fr 19.11. in Hamburg

Mehrere Organisationen haben im Sommer 2010 Aktionen gegen die Abschiebung von Roma-Familien, insbesondere nach Kosovo, durchgeführt.

Die Erfahrungen im Streit um ein Leben in Sicherheit und Würde wollen wir bekannt machen und auswerten. Die Beteiligten sind eingeladen, kurze Berichte vorzubereiten.

Mehrere Veranstaltungen sind geplant, um die Zivilgesellschaft auf die Not-Situation vieler Roma-Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Dazu gehört der Vorschlag zu einer gemeinsamen Öffentlichkeits-Aktion in Hannover.

Bei der Konferenz der Innenminister und -senatoren, die im Herbst wieder 2010 in Hamburg stattfindet, geht es u.a. um Regelungen für ein humanitäres Flüchtlingsrecht, das seit Jahren von Roma-Selbstorganisationen, Menschenrechts-Gruppen, Flüchtlingsverbänden u.a. Initiativen gefordert wird.

So steht schon der „Tag des Flüchtlings“ (Fr 01.10.2010) im Rahmen der „Interkulturellen Woche 2010“ unter dem Motto: „Mit Diskriminierung macht man keinen Staat“.

Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft zugunsten eines sicheren Aufenthaltes für Roma-Flüchtlinge entscheiden kann, die schon lange hier leben. Für die Mehrheit von ihnen gibt es kein Leben in Sicherheit und Würde in den Herkunftsregionen (der Eltern oder Grosseltern), wie z.B. dem Kosovo.

Andere sollten längst schon aus humanitären Gründen hier einen sicheren Aufenthalt bekommen haben.

Wir fordern: „Alle bleiben!“.

(erstellt: 02.08.10,

ergänzt 07.08.10, 8:40 + 07.08.10, 19:55 Uhr)

Herdelezi-Programm für alle

EINLADUNG
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Roma-Familien laden ein

Herdelezi-Programm, Nordhorn, 09.05.2010


Dialog-Programm zum Herdelezi-Frühlingsfest

> in pädagogischer Verantwortung des VNB < Logo_Verband Niedersächsischer Bildungsinitiativen

Sonntag, 9. Mai 2010, 14-18:30 Uhr

Nordhorn, Jugendzentrum Die Scheune

Denekamper Str. 26

Die Vereine Romane Aglonipe und AK Flüchtlingshilfe Nordhorn bereiten zusammen mit Roma-Familien in und um Nordhorn ein Dialog-Programm vor für Sonntag, 9. Mai 2010.

Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, nehmen wir das Herdelezi-Fest zum Anlass für eine Veranstaltung mit FreundInenn, Persönlichkeiten, Organisationen und Institutionen der Mehrheitsgesellschaft. Wir sind froh, dass es mit vielen Nicht-Roma inzwischen einen guten Kontakt, Austausch und Unterstützung gibt. Auch dafür möchten wir uns mit dem Herdelezi-Programm bedanken!

Nach dem Internationalen Tag der Roma, dem 8. April, der an den 1. Roma-Weltkongress in London 1971 erinnert, gilt das Frühlingsfest „Herdelezi“ in der Roma-Community als wichtige Gelegenheit, Angehörige, Bekannte und FreundInnen zu treffen. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie Ihre Aufmerksamkeit (weiterhin) der Verbesserung der Situation der Roma-Minderheit schenken würden.

Erlebt / Erleben Sie am 9. Mai mit uns ein Programm, bei dem Roma selbst als Kulturträger und AkteurInnen ihrer Geschichte auftreten – Theater, Berichte, Foto-Ausstellung, Musik, Buffet und Geselligkeit mit Roma-Familien aus Nordhorn und umzu.

Herdelezi-Programm, Nordhorn, 09.05.2010

Seit der Erweiterung der EU nach Osteuropa sind die Roma die größte Minderheit in Europa. Auf europäischer Ebene wurden in den letzten Jahren Programme entwickelt, die darauf abzielen, die aktive Einbeziehung der Roma in die europäischen Gesellschaften zu fördern und Schranken abzubauen.

Unser Projekt trägt in Niedersachsen dazu bei, dass Angehörige der Roma-Minderheit, vor allem Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo, und ihre Nachbarn und Bekannten aus der Mehrheitsgesellschaft zusammenkommen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und neue Wege für gemeinsame Aktivitäten zu finden.

Das Herdelezi-Projekt wird als Kooperation der Roma-Selbstorganisation Romane Aglonipe mit dem AK Flüchtligshilfe Nordhorn und dem Jugendzentrum Nordhorn sowie Partnern aus dem „Roma-Treffen 2010“ durchgeführt. Es kann mit Unterstützung der Stadt Nordhorn, Jugendamt, des Landkreises Grafschaft Bentheim, des Verbandes Niedersächsischer Bildungsinitiativen, der Kreuzkirchen-Gemeinde Nordhorn u.a. Förderer realisiert werden.

Alle Details zum Programm in der Übersicht.

Herdelezi-Programm, Nordhorn, 09.05.2010

Willkommen in Nordhorn!


(erstellt: 27.04.2010, geändert: 01.05.10, 04.05.10)

Für mehr Menschlichkeit und Demokratie

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Das 1. Roma-Treffen 2010 fand am Sonntag, 31. Januar, in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Das Roma-Treffen fordert zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf, Roma-Flüchtlinge im Streit um ihre Menschenrechte zu unterstützen, praktische Schritte gegen Abschiebungen zu unternehmen – bis hin zu Aktionen zivilen Ungehorsams.

Aktive Roma und Kooperationspartner aus mehreren Städten in Niedersachsen, aus Bremen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Belgien waren der Einladung des Vereins Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, zum Auftakt-Treffen 2010 gefolgt. Etwa 40 TeilnehmerInnen beteiligten sich am Austausch über die Aktivitäten und Projekte 2009, insbesondere den Streit um ein Bleiberecht für Roma-Flüchtlinge, der in eine grosse Protestaktion anläßlich der Innenministerkonferenz in Bremen (04.12.2009) mündete. Für 2010 werden neue gemeinsame Vorhaben geplant.

Mit der Erklärung „Für mehr Menschlichkeit und Demokratie“ wendet sich das Roma-Treffen 2010 jetzt zunächst an die Zivilgesellschaft in Deutschland:

Im Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, 65 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, hoffen wir, dass sich viele Stimmen zugunsten der Roma-Flüchtlinge erheben. Zum Internationalen Tag der UN gegen Rassismus, dem 21. März, können die Forderungen dieser Erklärung besondere Aufmerksamkeit finden – in vielen Orten auf vielfältige Art und Weise öffentlich gemacht, damit die Roma-Flüchtlinge praktische Unterstützung erhalten“.

> „Für mehr Menschlichkeit und Demokratie“

(Stand: 03.02.2010)

1. Roma-Treffen 2010


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Das 1. Roma-Treffen 2010 findet am Wochenende in Hannover statt.

Die Roma-Treffen mobilisieren auch 2010 weiter als ein Forum für Dialog und Aktion und laden zur Zusammenarbeit ein:


1. Roma-Treffen Hannover 2010

> Kooperation und Netzwerkarbeit – Impulse 2010 <

Auswertung der Aktionen 2009 & Strategie- und Programmplanung 2010

So 31. Januar 2010, 12 – 17 Uhr

Spielpark Ricklingen, Hannover

Konrad-Hänisch-Str. 5 (Treff der offenen Jugendarbeit)

30459 Hannover-Ricklingen

(vom Hauptbahnhof: U 3 + 7, Richtung Wettbergen, bis: Fischerhof / Fachhochschule; dann 5 Min. zu Fuß: Ricklinger Stadtweg, 2. Querstr. rechts)

In der Einladung von Romane Aglonipe & friends heißt es:

Die Hoffnung auf eine humane Politik wird auch 2010 das Erschrecken über die Inhumanität der Innenbehörden überwinden, denn die Selbstorganisationen der Roma stehen in ihrem Streit für Menschenrechte und Minderheitenschutz nicht mehr allein.

Für langjährig geduldete Flüchtlinge, oft mit Kindern und Jugendlichen, die hier geboren sind und die in Deutschland zu hause sind, gibt es auch 2010 nur eine humane Lösung der „Kettenduldungen“:

Hier geblieben!“ – für ein „Leben in Sicherheit und Würde“!

Roma-Treffen laden ein: 2010 aktiv!

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Roma-Treffen – VORSCHAU

Impulse für Aktivitäten und Netzwerkarbeit

Weiterentwicklung 2010-2011

Hannover, 31.12.2009. Im Streit um elementare Rechte der Roma-Flüchtlinge in Deutschland setzen die Roma-Treffen 2010 und 2011 ihre Arbeit fort. Sie wenden sich an Roma und Roma-Organisationen, an die politisch Verantwortlichen und die Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Sie informieren, mobilisieren und planen weiter gemeinsame Aktivitäten. Informationen über die Aktivitäten der Romatreffen 2010-2011 werden im Internet (https://romatreffen.wordpress.com) und über E-Mail-Verteiler bekannt gemacht.

Eine Hauptaufgabe liegt für die Roma-Treffen darin, die Kontakte unter den Roma-Familien weiterzuentwickeln, den Austausch zu fördern und mit der gemeinsamen Forderung für ein „Leben in Sicherheit und Würde“ öffentlichkeitswirksam aufzutreten, unterstützt durch zivilgesellschaftliche Kräfte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und anderen Bundesländern.

Um die Zusammenarbeit in der nächsten Zeit zu fördern, weisen die Roma-Treffen hier auf erste, bereits angekündigte Termine in Göttingen, Terminvorschläge für Auswertungs- und Planungstreffen von Romane Aglonipe und Kooperationspartnern in Niedersachsen und Bremen sowie die IMK-Termine 2010 hin.


Göttingen – eine Veranstaltungsreihe des Integrationsrates

Do 07.01. – Fr 29.01., Foyer, Neues Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4, Göttingen

Blick zurück nach vorn – eine Fotoausstellung von und mit 14 Jugendlichen aus Rückkehrfamilienin Südserbien und Kosovo

(ein Ausstellungsprojekt des Goethe-Institutes Belgrad;

s. http://www.goethe.de/ins/cs/bel/prj/bli/deindex.htm)


Do 07.01., Eröffnung und anschließend um 18 Uhr:

Diskriminierung und Ausgrenzung von Roma und Sinti in Deutschland“,

Vortrag von Herbert Heuss, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, und Diskussion


Do 14.01., 19 Uhr, Ratsaal, Neues Rathaus

Ein Leben in Würde – Roma zwischen Flucht und Abschiebung“,

Vorträge und Diskussion mit Jasna Causevic (Gesellschaft für bedrohte Völker), Kai Weber (Flüchtlingsrat Niedersachsen), Christina Hammer (Projekt Fairbleib, Göttingen)


Mo 18.01., 19 Uhr, Kulturtreff Südstadt (KUSS), Walkemühlenweg 5

So keres? – Was machst Du?“,

Erzählcafé mit jugendlichen Roma in Göttingen, Roma Center Göttingen e.V.


Düsseldorf

So 17.01.2010 Koordinationstreffen (geplant, eine Einladung soll folgen; Information von ROM e.V., Köln)


Hannover

Ein Roma-Treffen wird für Ende Januar vorbereitet – voraussichtlich

So 31.01.10: Auswertung, Strategie- und Programmplanung 2010-2011.

Die Organisationen, die an der Reihe von Roma-Treffen 2009 beteiligt waren, werden eingeladen, ihr Fazit vorzustellen und Vorschläge für die Weiterarbeit zu präsentieren.


Niedersachsen, Bremen und mehr

Romane Aglonipe regt zusammen mit KooperationspartnerInnen an, ab dem Frühjahr 2010 eine Reihe von Treffen zu organisieren, bei denen wichtige Methoden der Community-Aktivierung vor Ort trainiert werden:

> organisatorische Entwicklung von Roma-Gruppen;

> Kontaktaufbau zu örtlichen Gremien in der Politik, zu potentiellen Kooperationspartnern, MdL u.a. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens;

> Grundlagen der eigenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;

> Mitwirken an der Netzwerkarbeit und gemeinsamen Aktivitäten.

TeilnehmerInnen dieses Qualifizierungs-Programms können als MultiplikatorInnen und KoordinatorInnen vor Ort und in ihrer Region wirken.


Hannover

Anläßlich des „Internationalen Tages der UN gegen Rassismus“ (So 21. März) soll eine Podiumsdiskussion in Hannover stattfinden. Eingeladen werden SprecherInnen des Europarates, der Kosovo-Mission der OSZE sowie der Landtagsfraktionen in Niedersachsen und wichtiger zivilgesellschaftlicher Kräfte, insbesondere der Kirchen.


Cordoba, Spanien

Für Do 8. April kündigt die Europäische Kommission die 2. Roma-Konferenz an, die von der spanischen EU-Präsidentschaft in Kooperation mit der Europäischen Kommission organisiert wird.


Bremen

Rund um den „Internationalen Tag der Roma“ (Do 8. April), sollen politische und kulturelle Veranstaltungen stattfinden, um Kultur und aktuelle Forderungen der Roma-Minderheit weiter bekannt zu machen.


Hannover

Für viele Roma-Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien ist das „Blumenfest“ (Herdelezi) am 6. Mai ein wichtiges Familienfest. Am 3. oder 9. Tag danach (Sa 08.05 oder Fr 14.05.) könnte ein grosses Fest der Roma-Familien stattfinden, ein Fest zum zehnjährigen Bestehen von Romane Aglonipe.


Niedersachsen, Bremen und mehr

Da die Mehrheit der Innenminister die von ihnen geplante und begonnene Abschiebungspraxis fortsetzen wird, sollen gefährdete Roma-Familien und Einzelpersonen nach Kräften unterstützt werden, wobei einer guten juristischen Vertretung und Beratung ein hoher Stellenwert zukommt. Dazu werden bestehende Kontakte zu Fachanwälten und Netzwerken ausgebaut.


Hamburg

Hamburg übernimmt den Vorsitz der Innenministerkonferenzen 2010. Innensenator Christoph Ahlhaus ist 2010 für ein Jahr der vorsitzende Minister bei den Treffen der Innenminister und -senatoren von Bund und Ländern. Folgende IMK-Termine werden für 2010 angekündigt:

Do 27.05. / Fr 28.05. Frühjahrskonferenz der Innenminister

Do 18.11. / Fr 19.11. Herbstkonferenz der Innenminister.


Weltweit online

Der Blog der Romatreffen informiert weiter über wichtige Planungen, Termine und neue Positionen und Dokumente (https://romatreffen.wordpress.com).


(erstellt: 31.12.2009, geändert: 06.03.2010)

Die Guten ins Wartezimmer…

Ein fauler Kompromiss – oder der kleinste gemeinsame Nenner?“

erste Zwischenbilanz zur Herbst-Innenministerkonferenz 2009

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Auch viele Roma-Flüchtlinge werden aus dem Beschluss der Herbst-IMK in Bremen, das Bleiberecht auf Probe um zwei Jahre zu verlängern, Nutzen ziehen – diejenigen, die 2007/2008 für sich und ihre Familien die Voraussetzungen für das 1. „Bleiberecht auf Probe“ erfüllen konnten und dieses rechtzeitig beantragt haben.

Insgesamt aber sind die Akteure dieser IMK zu fragen: „Auf welchem Planeten leben Sie?“. Deutschland gewährt Flüchtlingen Schutzrechte, beschränkt aber ca. 100.000 von ihnen auf einen engen Aktionsradius („Residenzpflicht“) ohne Entfaltungsmöglichkeiten und Zugang zu einer Arbeitserlaubnis – fordert dann aber „Integration“ und eigenes Einkommen

CDU- und SPD-Innenminister haben mit ihrem Beschluss von Bremen die Tür zum Wartezimmer noch einmal einen Spalt weit geöffnet: Das „Bleiberecht auf Probe“ wird unter bestimmten Voraussetzungen verlängert. „Ein fauler Kompromiss – oder der kleinste gemeinsame Nenner?“, fragt Radio Bremen eins in der Rundschau (04.12.09, 17 Uhr). Es ist beides: Der kleinste gemeinsame Nenner als fauler Kompromiss. Denn alle weiterhin nur geduldeten Flüchtlinge bleiben auch in Zukunft ausreisepflichtig. Falls in einzelnen Fällen eine Ausreise – aus verschiedenen Gründen – nicht möglich sein sollte, bleiben sie geduldet. Die „Kettenduldungen“ mit ihren inhumanen Folgen gehen weiter – sie sollten schon 2007 beendet werden.

Der Weg der Roma

Für die Roma-Flüchtlinge, insbesondere aus dem Kosovo, bedeutet das keine Verbesserung ihrer Situation. Zu erwarten ist, dass die Innenminister ihre Politik so umsetzen, wie Innenminister Schünemann das in der Landtagsdebatte am 26.08.09 in Hannover erklärte: Massenabschiebungen stehen nicht bevor, aber pro Jahr sollen aus Deutschland möglichst mehr als 2.500 Roma nach Kosovo abgeschoben werden.

Der Streit um ein „Leben in Sicherheit und Würde“ geht weiter!

Das nächste Romatreffen Ende Januar 2010 in Hannover wird Schritte für eine Protestaktion zum 8. April 2010 vorbereiten, dem „Internationalen Tag der Roma“. In Brüssel findet an diesem historischen Tag die 2. Roma-Konferenz der Europäischen Kommission (EC) statt. Die Androhung oder Durchführung von Deportationen ins Niemandsland gehören ganz sicher nicht zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Angehörige der Roma-Minderheit!

Unsere Forderung bleibt: „Leben in Sicherheit und Würde“!

(erstellt: 05.12.2009)

HIER GEBLIEBEN

Für ein Leben in Sicherheit und Würde!“

Roma-Gruppen im gemeinsamen Protest zur Innenministerkonferenz

Bremen 02.-04.12.2009

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Am Mittwich, 02.12.2009, 17 Uhr, beginnt auf der Bürgerweide am Hauptbahnhof Bremen eine Protestaktion, zu der neben der bundesweiten Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ und dem Flüchtlingsrat Bremen viele zivilgesellschaftliche Organisationen aufrufen, darunter auch die Roma-Gruppen, die seit Oktober 2008 an den Romatreffen mitwirken.

Die Programmpunkte:

02. bis 05.12.2009, Flüchtlings-Jugendkonferenz, Jugendherberge Bremen
02.12.2009, 17-18:30 Uhr, Bleiberechtsdemo, ab Bürgerweide (am Hauptbahnhof)
03.12.2009, 10 Uhr, Pressekonferenz, St. Stephani-Gemeinde, Stephanikirchhof 8 03.12.2009, 19-22 Uhr, Gala „Abschiebeminister und Initiativenpreis“, St. Stephani-Gemeinde, Stephani-Kirchhof 8
04.12.2009, Jugendworkshops, Jugendherberge Bremen

Wir fordern ein Bleiberecht für alle! Die Mogelpackungen bei den Innenministerkonferenzen sind wir leid. Wir leben hier und werden sowieso bleiben“, erklärt Mohammed Jouni von der Flüchtlingsjugendinitiative JOG.

HIER GEBLIEBEN! lautet die gemeinsame Forderung nach Bürgerrechten für die zehntausende Flüchtlinge, die – zumeist geduldet – mit unsicherem Status seit vielen Jahren in Deutschland leben.

Mi 02.12., ab 17 Uhr

Für einen wirksamen Schutz und ein umfassendes Bleiberecht für Flüchtlinge“ – die Protestaktion beginnt am Mittwoch mit einer Auftaktkundgebung und zieht als Demonstration – mit Zwischenstopps – durch die Innenstadt zum Domshof (ca. 18:30 Uhr).


Do 03.12.

Mit einer Pressekonferenz unter dem Titel „Flüchtlingsinitiativen kritisieren Innenministerkonferenz“ nehmen um 10 Uhr mehrere Organisationen zu den Vorschlägen der IMK Stellung, u.a. Pro Asyl, Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche ohne Grenzen (JOG), Flüchtlingsrat Bremen, Roma-Verbände.

Von 19-22 Uhr veranstaltet „Jugendliche ohne Grenzen“ in der Stephani-Gemeinde als Teil der Jugendkonferenz die Gala „Wahl des Abschiebeministers 09“. Seit der Konferenz in Nürnberg 2006 verleiht JOG jedes Jahr einen Preis an den unmenschlichsten Innenminister. Letztes Jahr wurde Hamburgs Innensenator Ahlhaus zum Abschiebeminister 2008 gewählt. Wer wird es wohl dieses Jahr werden?

Es wird aber auch ein Preis an Initiativen, die sich gegen Abschiebungen einsetzen vergeben. Auserdem gibt es Tanz, Theater und Musik.


Für die Roma-Gruppen ist der gemeinsame Protest mit anderen Flüchtlings-Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Deutschland ein wichtiger Schritt, um den Streit für die Rechte der Roma-Flüchtlinge bekannter zu machen und mehr Unterstützung zu gewinnen.

Für ein Leben in Sicherheit und Würde!“

Romatreffen Nordhorn

EINLADUNG


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Samstag, 28.11.2009

16-19 Uhr

Gemeindehaus am Markt, Lingener Straße

am Markt bei der Alten Kirche und dem ZOB

288 Angehärige aus Roma-Flüchtlingsfamilien leben in Nordhorn – geduldet, d.h. aus der Sicht der Ausländerbehörden „ausreisepflichtig“. Aber wohin soll denn die Reise von Menschen gehen, die in Nordhorn zu hause sind, die hier aufwachsen, zur Schule gehen, Sport treiben, Freunde haben?

Eine zwangsweise „Rückführung“ von Familien in Regionen, die heute eigenständige Staaten sind und zum früheren Jugoslawien gehörten, die niemand aus den Flüchtlingsfamilien kennt, ist für die Roma-Flüchtlinge eine Deportation ins Nirgendwo – keine „Rückkehr in Sicherheit und Würde“, wie sie den Kriegsflüchtlingen 1999 international zugesichert wurde.

Die Situation im Kosovo und anderen Nachbarländern ist äußerst prekär, es besteht für Minderheiten-Angehörige keine Rechtssicherheit, kein Schutz vor Verfolgung, keine soziale und wirtschaftlichge Unterstützung. Ohne Unterkunft, ohne Arbeit, ohne Ausbildungsmöglichkeit für die Kinder und Jugendlichen, ohne Gesundheitsversorgung wäre eine Abschiebung eine Deportation ins Niemandsland.

Deshalb ist die einzige Chance für ein Leben in Sicherheit und Würde:

Hier geblieben!

Roma-Flüchtlinge brauchen einen sicheren Aufenthalt in Deutschland – jetzt!

Zusammen mit vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen bereiten Roma-Flüchtlinge einen grossen Protest zur Konferenz der Innenminister in Bremen vor. Die Protestaktion beginnt am Mi 02.12., 17 Uhr auf der Bürgerweide in Bremen (Rückseite vom Hauptbahnhof Bremen). Die Demonstration geht dann von dort zum Domshof in der Innenstadt, wo gegen 19 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant ist.

Die Vorbereitung liegt bei der bundesweiten Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ (www.jogspace.net) und wird vom Flüchtlingsrat Bremen und den Romatreffen in Norddeutschland unterstützt.

Die Romatreffen sammeln Unterschriften für einen Appell an die Konferenz der Innenminister und -senatoren, der am 02.12. übergeben wird. Und die Proteste der Roma-Flüchtlinge gehen weiter – der Streit um ein Leben in Sicherheit und Würde geht einen langen Weg – findet aber immer mehr Partner und Unterstützung!

So wird für den 08. April 2010, den Internationalen Tag der Roma, die 2. Roma-Konferenz der Europäischen Kommission angekündigt. Die Roamtreffen haben im Anschluß an die 1. Roma-Konferenz am 18. Sept. 2008 ihre Arbeit begonnen und inzwischen eine Reihe von Treffen mit vielen Beteiligten organisiert.

Unsere Aktionen werden erst beendet, wenn die Roma-Flüchtlinge dauerhaft Schutz in Deutschland erhalten haben werden.

(erstellt: 07.11.2009)

HIER GEBLIEBEN

Roma-Flüchtlinge brauchen weiterhin internationalen Schutz

Neue Proteste und Netzwerktreffen in Norddeutschland

Die Innenminister der Länder und des Bundes haben in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken im Bundestag Mitte Oktober en detail erklärt, was sie planen, um in den kommenden Jahren mehr als 10.000 Kosovo-Roma zu deportieren – in jährlichen Raten zu möglichst mehr als 2.500 Personen.

Von der Mehrheit aller betroffenen Roma werden diese „Rückführungen“, freiwillg oder erzwungen, als Deportation ins Exil betrachtet. Denn was haben Kinder und Jugendliche aus Roma-Familien, die hier geboren oder aufgewachsen sind, für die Deutschland das zuhause ist, mit einem der neuen Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawien zu tun, der als Herkunftsregion ihrer Eltern gilt? Wo sollen denn Familien eine Lebensperspektive entwickeln und Wurzeln schlagen, die durch ein Pogrom vertrieben wurden und denen jegliche Existenzgrundlage zerstört wurde?

Wer garantiert eine „Rückkehr in Sicherheit und Würde“, Rechtssicherheit und Minderheitenschutz, die der Roma-Minderheit nach dem Pogrom 1999 international zugesichert wurden?

Die Proteste und Forderungen an die Adresse der zuständigen Ministerien in den Ländern und im Bund werden in den nächsten Wochen bis zur Innenministerkonferenz in Bremen (02.-04.12.2009) zunehmen.

Mit einer Reihe von Romatreffen und Veranstaltungen in mehreren Städten Norddeutschlands entwickelt sich der Protest der Roma-Gruppen und ihrer Kooperationspartner gegen die Pläne der Innenminister weiter (s. Anhang).

Auch immer mehr zivilgesellschaftliche Organsationen, Institutionen und Einzelpersonen nehmen den Umgang der Behörden und PolitikerInnen mit den Flüchtlingen der Roma-Minderheit nicht einfach mehr stillschweigend hin. Immer mehr Menschen sagen laut und deutlich: „Wir alle sind Europa und die Roma gehören schon lange dazu!“.

Wir bereiten uns auf die Entwicklung konstruktuiver und effektiver Proteste für die nächsten Monate – und Jahre vor, denn für Roma-Flüchtlinge, insbesondere aus dem Kosovo, gibt es nur eine humanen Weg:

Hier geblieben! Ein Leben in Sicherheit und Würde in Deutschland!“.

(Stand: 25.10.2009)

Kooperation mit Roma-Flüchtlingen

Romatreffen und mehr Okt.-Dez. 2009

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Roma-Gruppen in Norddeutschland u.a. Organisationen laden zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. In Celle, Göttingen, Vegesack, Bremen und Hannover gibt es Konzerte, Romatreffen, Vorträge und Diskussionen, Ausstellung mit Vernissage, Filmabend, Berichten, Protestaktionen, Konferenzen:

Romatreffen und mehr, Okt.-Dez. 2009.

Details zu den Einzelterminen finden sich jeweils auf den websites der Veranstalter – und werden hier laufend bekannt gegeben. Willkommen bei den Treffen von Oktober bis Dezember!

Alle Roma-Gruppen bereiten den Protest zur Konferenz der Innenminister (IMK-Herbstkonferenz) in Bremen vor:

Mi 02.12.2009 (17 Uhr Auftaktkundgebung, anschließend Demonstration durch Bremen und ca. 18:30 Uhr Abschluskundgebung am Domshof).

Wenn die Innenminister der Länder und des Bundes nicht von ihren Plänen ablassen, Mitglieder der Roma-Minderheit nach Kosovo ins Exil zu deportieren, müssen auch die Proteste 2010 weitergehen!

Für ein Leben in Sicherheit und Würde!

Keine Deportationen nach Kosovo und andere Länder des westlichen Balkan!

(Stand: 24.10.2009)