Jugendaustausch Niedersachsen-Voijvodina (Serbien)

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Internationale Jugendbegegnung zwischen Serbien und Deutschland

10.-17. September 2012 in der Region Hannover, Deutschland

Romane Aglonipe und die Naturfreunde-Jugend Niedersachsen laden zu einer Jugendbegegnung ein, die 10. bis 17. September 2012 in der Region Hannover stattfinden wird. Die Begegnung findet zwischen Jugendlichen aus Serbien und Deutschland statt.

Das Motto lautet: „Auf den Spuren der Roma – Jugendliche fit für ein Europa der Vielfalt“. Jugendliche von 15 bis 25 Jahren können teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Das nächste Vorbereitungstreffen bietet eine Möglichkeit, die Beteiligten und das Programm kennenzulernen:

So 26. August 2012, 13:00 Uhr

Vorbereitungstreffen im

Kulturzentrum PAVILLON
Lister Meile 4, 30161 Hannover

Jugendliche aus Romagemeinschaften in Serbien und Deutschland, Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Jugendliche aus Familien der deutschen Mehrheitsbevölkerung werden teilnehmen.

Noch sind PLÄTZE FREI!

Die internationale Jugendbegegnung wird durch das Programm „Jugend in Europa“ der europäischen Union gefördert. Alle TeilnehmerInnen erhalten den international anerkannten Youthpass, der für die Berufsperspektive Pluspunkte bietet.

Anmeldungen sind per Email möglich an: romane.aglonipe@gmx.de.

(erstellt: 19.08.12)

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Kosovo: Rückübernahmeabkommen, menschliche & soziale Katastrophe

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Die Luxemburger Nichtregierungsorganisation Chachipe organisiert seit Jahren Lobbyarbeit für die Anliegen der Roma-Minderheit in Europa. Im „Courrier Du Kosovo“ (Brief aus dem Kosovo) vom 10.07.2012 berichtet Chachipe über aktuelle Trends der Reintegration und Visaliberalisierung:

Prishtina, 10. Juli 2012

Jedes Jahr schicken westliche Staaten Tausende von Menschen auf Grundlage der Rückübernahmeabkommen nach Kosovo zurück. Trotz der Versprechungen der Behörden in Pristina, haben die meisten von denen, die wieder aufgenommen wurden , darunter viele Roma, nichts, keine Wohnung, keine Arbeit, keine soziale Unterstützung, keinen Zugang zu Bildung. Viele sprechen kein Albanisch und haben keine Ausweispapiere, was Zweifel an ihrer realen Verbindungen zum Kosovo hervorruft…

Die „Rückübernahme“ wird ein großes Problem für den Prozess der Visa-Liberalisierung bleiben. Der integrierte Grenzschutz und die (Kontrolle der) Migration gehören zu den wesentlichen Voraussetzungen, die Kosovo erfüllen muss, um auf die „weiße Liste“ der Schengen-Länder zu kommen.

Der komplette Bericht steht hier als PDF-Datei zur Verfügung

(erstellt: 14.07.12)

Guten Gewissens abschieben…

… oder die Abschiebungspolitik Niedersachsens ändern?

So formulierte der Vorsitzende des Ausschusses für Inneres und Sport im Nds. Landtag, Herr Ahlers (CDU), seine Erwartungen an die Delegationsreise, die vom 22.-26. April nach Kosovo stattfand. Zur Reisegruppe gehörten Abgeordnete, sowie AkteurInnen der Zivilgeselschaft.

Die Eindrücke waren vielfältig, die Gesprächspartner ausgesucht, die Verarbeitung ist äußerst heterogen: Während die CDU auf die Leistungen zur Rückkehr-Förderung verweist, sind SPD, Grüne und Linke in der Bewertung der Lebenschancen von Roma im Kosovo mehr als skeptisch. Die einen fordern mehr Unterstützung für eine Rückkehr, die anderen bleiben dabei: Keine Zustimmung zu gewaltsamen Deportationen.

Eine gemeinsame Stellungnahme der Delegation liegt bis Ende Juni 2012 noch nicht vor. Der „Länderabend Kosovo“  am Do 12.07. soll dazu betragen, als Informations- und Diskussionsabend Resultate dieser Reise zu präsentieren und Meinungen zu bilden.

(erstellt: 02.07.2012, aktualisiert 04.07.12)

HERDELEZI 2012 Hannover

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Herdelezi im Mai/Juni in Hannover

Der Frühlingsanfang wird in vielen Roma-Communities als Herdelezi-Fest gefeiert . Das bot den Anlass für das Programm HERDELEZI 2012 in Hannover. Nach vergleichbaren Projekten in Nordhorn (2010) und Emden (2011) gelang es, in Kooperation mit der Katholischen Kirche in der Region Hannover und mit Unterstützung von Region und Stadt Hannover sowie dem Caritas-Verband der Diözese Hildesheim und dem Nds. Flüchtlingsrat, ein interessantes Programm zu realisieren, das insgesamt von 180-200 Gästen besucht wurde.

Die Veranstaltung am Mittwoch, 30. Mai, bot mit dem Dokumentarfilm „Pretty Dyana – Best of the Rest!“(Serbien 2004, Regie: Boris Mitić, 45 Min.) – im Kulturzentrum Pavillon vorgestellt – einen Auftakt für Gespräche und Diskussionen zur Lebenssituation von Roma in Osteuropa: Junge Roma am Stadtrand von Belgrad bauen aus Schrottautos neue, skurrile Fahrzeuge für ihren eigenen Transportbedarf – ein Vergnügen für Film-Enthusiasten

Ein umfangreiches Kulturprogramm ludam Sonntag, 03. Juni, ins Tagungshaus St. Clemens ein: Spiel-Aktionen für Kinder und die Foto-Ausstellung „Ohne Heimat – Bilder aus Montenegro und dem Kosovo“ waren von 12-18 Uhr zu besuchen.

Für die offizielle Eröffnung hatten mehrere SprecherInnen Grußworte vorbereitet: Bürgermeister Strauch (Stadt Hannover), Probst Tenge (Katholische Kirche in der Region), Dr. Marcus, Caritasdirektor (als Vertreter für die Caritas Niedersachsen Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege/LAG FW), Generalkonsulin Marinkovic (Serbische Botschaft, Hamburg), begleitet von Konsul Vojislav Dragisic.

Djevdet Berisa, 1. Vorsitzender des Vereins Romane Aglonipe, machte das Gesamtanliegen des Projektes deutlich: „Wir stärken durch den Kultur-Dialog zwischen Roma-Minderheit und Mehrheitsgesellschaft das demokratische Europa der Vielfalt – gegen eine wachsende Ausgrenzung von Roma in vielen europäischen Ländern“.

Probst Tenge richtete Extra-Grüße von Bürgermeister Strauch aus, der wegen einer Terminverschiebung die Herdelezi-Gäste nicht mehr selbst begrüßen konnte, aber für die Stadt Hannover ein großes Interesse an Zusammenarbeit ausdrücken ließ. Probst Tenge wies auf die Kooperation mit dem neuen Büro hin, in dem seit Herbst 2011 Sinti und Roma in Räumen der Katholischen Kirche beratend tätig sind: „Wir brauchen einen Dialog, damit wir die Bilder, die wir voneinander haben, weiterentwickeln können“.

Dr. Marcus überbrachte einen doppelten Gruß, vom Caritas-Verband und der LAG der Freien Wohlfahrtspflege, und betonte: „Uns verbinden einige Jahre Kontakte – vor allem zum Thema Bleiberecht“. Als Mitglied der Härtefall-Kommission sprach er sich für Neuregelungen des Bleiberechts aus, die Abschaffung eines bestimmten Stichtages, Unterstützung für besondere Gruppen wie Alte und Kranke. Dazu solle ein breiter Konsens in der Gesellschaft hergestellt werden.

Generalkonsulin Marinkovic brachte herzliche Grüße im Namen des serbischen Konsulats Hamburg, bot Unterstützung zur Integration und für das Bleiberecht sowie für Pass-Angelegenheiten an.

Der Imam der Roma aus Peine dankte für die Aufnahme vieler Roma-Familien in Deutschland und forderte alle auf, gemeinsam für die Verbesserung der Lebenssituation zu wirken – als Teil der Gesellschaft in Niedersachsen.

Hauptrednerin war Frau Jovanović, die in Novi Sad, Serbien, für Minderheiten-Angelegenheiten in der autonomen Region Vojvodina zuständig ist. Sie berichtete über Sturkturentwicklungs-Maßnahmen, die dort im Rahmen der europäischen „Roma-Dekade“ seit 2005 durchgeführt werden – ein Plädoyer gegen Antiziganismus. In einem interessanten Bericht stellte sie fünf Beispiele der Strukturförderung in Siedlungen von Roma vor, angefangen von Slums über Stromversorgung in Schlichtwohngebieten bis hin zu dörfliche Siedlungen mit kompletter Infrastruktur. Ein erheblicher Teil der notwendigen Finanzierung wurde durch die EU-Mittel der „Roma-Dekade“ aufgebracht. Mit der Strukturförderung geht in mehreren Orten auch die Förderung Einkommen schaffender Projekte einher, z.B. durch Frauen-Förderung im Bereich Nähen, Kunsthandwerk etc.

Die rege Diskussion zeigte ein großes Interesse an mehr Informationen über solche umfangreichen Förder-Maßnahmen und die damit verbundenen Perspektiven, neue Lebensmöglichkeiten und eine Zukunft für die Angehörigen der Roma-Minderheit zu schaffen.

Wie dieser Bericht regte auch der Film „Io, la mia famiglia Rom e Woody Allen“ – „Ich, meine Roma-Familie und Woody Allen“ (Italien 2008, 50 Min.) – zu längeren Diskussionen an. Die junge Roma-Filmemacherin Laura Halilovic, Italien, erzählt mit ihrem Dokumentarfilm eine Familiengeschichte aus dem heutigen Italien. Der Film erhielt den „Kino-gegen-Rassismus-Preis“ beim 15. Internationalen Anti-Rassismus-Fest in Livorno, Italien. Er berichtet aus der Sicht der kleinen und heranwachsenden Tochter die Entwicklung ihrer Roma-Familie über fast zwei Jahrzehnte hinweg. Dabei entsteht ein beeindruckendes Portrait – zwischen den Wegen einer selbstgewählten Sesshaftigkeit und einem kontinuierlich erzwungenen Umherziehen.

In der Tradition der Roma-Feste stellte eine Roma-Kapelle zur Unterhaltung und zum Tanz viele Beispiele der Roma-Musik des Balkan vor. Für Geselligkeit sorgten Gespräche mit Roma-Familien. Und natürlich fehlten auch Spezialitäten vom Grill und Getränke nicht für diesen Nachmittag der Begegnung, der leider mit Dauerregen die Zahl der Gäste hinter den Erwartungen zurückbleiben ließ. Mit etwa 140 Personen war aber auch dieser Nachmittag eine gute Gelegenheit, den Dialog mit Kulturbeiträgen anzuregen und weiterzuentwickeln. Viele Kontakte werden fortgesetzt, manche Vorstellungen der Roma-Minderheit haben sich verändert und mit positiven Eindrücken von kommunikativen Menschen gefüllt:

Rom, das heißt Mensch!

„Wir sind auf uns allein gestellt“ – aktueller Radiobericht 29.05.12

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Dem zweisprachigen web-BLOG des österreichischen Vereins Roma-Service entnehmen wir  mit großer Freude diesen Medien-Hinweis – MERCI!

„Wir sind auf uns allein gestellt“

Wie Sinti und Roma systematisch an den Rand gedrängt werden

Großartiges Radiofeature unseres dROMa-Gastautors Ronny Blaschke

Ronny BlaschkeAnhören >>> Deutschlandradio (on demand: mp3)

Seit der Osterweiterung der EU stellen Sinti und Roma die größte Minderheit des Kontinents. Über keine andere Volksgruppe wissen die Mehrheitsgesellschaften so wenig und glauben so viel Negatives zu kennen. In Ungarn werden Sinti und Roma von Neonazis verfolgt, in Frankreich wurden sie zu Hunderten abgeschoben, in Italien ließ die Regierung sie amtlich registrieren. Und in Deutschland? Sie haben sich daran gewöhnen müssen, dass sie zu deutschen Schulen, Universitäten, Ausbildungsbetrieben schwer Zugang finden und dass sie bei NS-Entschädigungen kaum berücksichtigt werden. Ihr Zentralrat wird nicht in wichtige gesellschaftliche Gremien berufen. In Medien, Wissenschaften und politischen Debatten haben sie kaum einmal eine Nische erhalten.

(dradio.de, 29.5.2012)

(erstellt: 02.06.2012)

HERDELEZI – Neuigkeiten

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LAG der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt HERDELEZI 2012

Zur offiziellen Begrüßung der HERDELEZI-Gäste kündigt Romane Aglonipe einen weiteren wichtigen Sprecher an:

Dr. Hans-Jürgen Marcus, Caritasdirektor, ist als Vertreter für die Caritas Niedersachsen Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Bei HERDELEZI 2012 IN HANNOVER wird  Dr. Marcus für diese LAG sprechen, einen Zusammenschluss der 6 Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen.

Zusammen mit dem Diakonischen Werk steht die Caritas bundesweit für die Forderung:

Kettenduldungen beenden – humanitäres Bleiberecht sichern!
Die gemeinsame Aktion von Caritas, Diakonie, katholischer und evangelischer Kirche ist natürlich auch im Internet zu finden: www.aktion-bleiberecht.de

(erstellt: 01.06.12)

HERDELEZI IN HANNOVER, TEIL 2

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KULTURPROGRAMM

So 03. Juni, 12-18 Uhr

Am Sonntag, 3. Juni, findet ein umfangreiches Kulturprogramm von 12-18 Uhr im Tagungshaus St. Clemens, Leibnizufer 7 statt (Zugang über den Kirchplatz).

Ab 12 Uhr gibt es SpielSpass für Kinder, die Foto-Ausstellung „Ohne Heimat – Bilder aus Montenegro und dem Kosovo“, Spezialitäten vom Grill und Getränke.

Zur offiziellen Eröffnung um 14 Uhr werden Grußworte erwartet von Probst Tenge (Katholische Kirche in der Region), Bürgermeister Strauch (Stadt Hannover), Hauke Jagau (Regionspräsident), Konsul Vojislav Dragisic und Generalkonsulin Momirka Marinkovic (Serbische Botschaft, Hamburg), Hedwig Mehring (CARITAS Nds./LAG Freie Wohlfahrtspflege).

Djevdet Berisa, 1. Vorsitzender des Vereins: „Wir stärken durch den Kultur-Dialog zwischen Roma-Minderheit und Mehrheitsgesellschaft das demokratische Europa der Vielfalt – gegen eine wachsende Ausgrenzung von Roma in europäischen Ländern“.

Frau Jelena Jovanović, Novi Sad, für Minderheiten-Angelegenheiten in der autonomen Region Vojvodina (Serbien) zuständig, berichtet über die Programme, die dort im Rahmen der europäischen „Roma-Dekade“ seit 2005 durchgeführt werden – ein Plädoyer gegen Antiziganismus.

Die junge Roma-Filmemacherin Laura Halilovic, Italien, erzählt mit dem Dokumentarfilm „Io, la mia famiglia Rom e Woody Allen“ – „Ich, meine Roma-Familie und Woody Allen“ (Italien 2008, 50 Min.) eine Familiengeschichte aus dem heutigen Italien. Der Film erhielt den „Kino-gegen-Rassismus-Preis“ beim 15. Internationalen Anti-Rassismus-Fest in Livorno, Italien.

In der Tradition der Roma-Feste stellt dann eine Roma-Kapelle Beiträge aus der Roma-Musik des Balkan vor. Für Geselligkeit sorgen Gespräche mit Roma-Familien.

(erstellt: 30.05.12, aktualisiert: 02.06.12)