Wir trauern um Heidemarie Kunert

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Wir trauern um Heidi Kunert

Ende März 2012 haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass Heidi Kunert aus Nordhorn, eine langjährige Weggefährtin im Streit um Menschlichkeit und Schutzrechte für Flüchtlinge, insbesondere Roma-Flüchtlinge aus den Balkan-Ländern, die vor Verfolgung und Bedrohung Zuflucht in Deutschland suchten und suchen, am Donnerstagabend, 29. März 2012, nach schwerer Krankheit gestorben ist.

Die Beisetzung fand am Samstag, 14. April, in Nordhorn statt.

Wir trauern mit ihrer Familie, und allen, denen Heidi nahe stand.

Die Mitgliederversammlung von Romane Aglonipe e.V. hatte Heidi Kunert im Januar 2012 zum Ehrenmitglied ernannt. Sie war damals bereits schwer erkrankt, so dass die MV sie nur aus der Ferne grüßen konnte:

Damit wollen wir Dir als Stimme der Roma in Niedersachsen ein Zeichen der Wertschätzung senden – für Dein langjähriges bürgerschaftliches Engagement für die Lebensinteressen vieler Roma-Familien in Nordhorn und der Region sowie Deinen Einsatz für die Respektierung grundlegender Minderheitenrechte unserer Roma-Minderheit.

Du hast so viele einzelne Roma und Roma-Familien beraten und unterstützt, Dich kontinuierlich öffentlich für die Belange der Roma-Community engagiert und trittst selbst im persönlichen Bereich als Adoptivmutter für Deine Roma-Tochter Enisa bis hin zu hohem körperlichen Einsatz für die Sache der Roma ein“.

Heidi Kunert hat viele kleine Bausteine gesetzt, um das Recht von Flüchtlingen auf Zuflucht und Schutz in unserem Land zu gewährleisten. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Keine Deportation von Roma – Veranstaltung Mi 18.04.12., 19 Uhr

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Mi 18.04.2012, 19:00 Uhr

Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Keine Deportation von Roma-Flüchtlingen – humane Perspektiven für Deutschland und Europa

Information & Diskussion mit: Dr. phil. Karin Waringo (Chachipe, Luxemburg)

Romane Aglonipe lädt aus Anlass des >Internationalen Tags der Roma< (8. April) zu einem Informations- und Diskussionsabend im Kulturzentrum Pavillon in Hannover ein.

Die Referentin, Dr. Karin Waringo, ist promovierte Politologin. Als Wissenschaftlerin und Journalistin hat sie sich auf die Entwicklungen in Südosteuropa spezialisiert. Sie arbeitete für mehrere europäische Romaorganisationen und leitet heute den Verein Chachipe in Luxemburg, der sich mit Recherchen, Kontakten und Lobbyarbeit auf europäischer und internationaler Ebene für die Rechte der Roma einsetzt.

Dr. Waringo wird die Situation der Roma-Minderheit in mehreren ost- und westeuropäischen Ländern ansprechen und auf politische Strategien in Westeuropa eingehen. Wir erwarten einen interessanten Bericht und hoffen, dass es eine gute Diskussion geben wird, an der viele Roma und Partner-Organisationen teilnehmen können.

Unterstützt wird die Veranstaltung von Roma-Gruppen, Organisationen der Sinti (Forum für Sinti und Roma), Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen (Nds. Flüchtlingsrat, Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte), einer politischen Stiftung (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und einem kommunalen Beirat (Integrationsrat Göttingen).

Das zentrale Anliegen des Veranstalterkreises ist die Unterstützung für die Forderung nach einem neuen Bleiberecht für Roma-Flüchtlinge in Deutschland. Ein sicherer Aufenthalt, ein Leben in Sicherheit und Würde, bleibt für Tausende Roma-Flüchtlinge eine große Hoffnung.

Sicherlich wird es Gelegenheit geben, im Mai/Juni die Ergebnisse der Reise einer Delegation des Niedersächsischen Landtages zu diskutieren, die vom 21.-25. April im Kosovo die Bedingungen für weitere Abschiebungen untersuchen soll.

(erstellt: 14.04.2012, erweitert 18.04.12)

Willkommen zum Roma-Treffen Hannover 2012

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Am Sonntag, 26. Februar, um 11 Uhr, beginnt im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover, das Roma-Treffen Hannover 2012. Der Verein Romane Aglonipe e.V. hat als Selbstorganisation der Roma in Niedersachsen das Treffen mit einem Vorbereitungs-Team geplant. Grußworte sprechen Bürgermeisterin Karmarek und Probst Tenge, mehrere Landesverbände haben Beiträge zugesagt, darunter Caritas, die Arbeitsgemeinschaft der MigrantInnen- und Flüchtlingsorganisationen sowie der Flüchtlingsrat Niedersachsen. Am Podiumsgespräch nehmen drei Landtags-Abgeordnete teil:  Dr. Silke Lesemann, Filiz Polat und Pia Zimmermann.

Besondere Aufmerksamkeit wird der Bericht von einer Reise finden, die das Project Roma Center Göttingen Anfang dieses Jahres nach Kosovo durchgeführt hat. Die Organsiation koordiniert die Kampagne >alle bleiben< und untersucht die Lage der Roma-Minderheit im Kosovo bereits zum 2. Mal. Das Fazit fällt allerdings konträr zu der Bewertung aus, mit der eine Delegation aus Baden-Würtemberg vor kurzem die Republik überraschte: Demnach gelingt eine zügige Integration deportierter Roma-Flüchtlingsfamilien im Kosovo, Roma könnten sogar studieren!

Das sehen allerdings seriöse Beobachter seit Jahren ganz anders: amnesty international, die OECD mit dem am besten vernetzten MitarbeiterInnen-Stab vor Ort, die Gesellschaft für bedrohte Völker und andere Institutionen warnen vor Abschiebungen nach Kosovo! Minderheiten-Angehörige, von deutschen Behörden in hartherziger Manier deportiert, geraten in den seit 30 Jahren kältesten Winter im Kosovo – in eine für Minderheiten feindliche, oft lebensgefährliche Situation, ohne ausreichende – für manche – überlebenswichtige medizinische und soziale Versorgung! Studieren? An einer Hochschule? Baden-Würtemberg lässt grüßen!

Hier hilft nur eins: ALLE BLEIBEN in Deutschland und den anderen Aufnahmeländern der Roma-Flüchtlingsfamilien. Roma-Flüchtlinge brauchen EIN NEUES BLEIBERECHT – und zwar JETZT!

Dafür wird sich das Roma-Treffen Hannover 2012 mit einer gemeinsamen Erklärung und gemeinsamen Aktivitäten engagieren, die am Sonntag beraten werden.

Roma-Treffen Hannover 2012 lädt ein

Am Sonntag, 26.02.2012, von 11-18 Uhr, findet das diesjährige Roma-Treffen Hannover im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, statt (Nähe Hauptbahnhof Hannover, 300 m vom Nordausgang).

Auf dem Programm stehen Kurz-Beiträge zu wichtigen Kampagnen und Initiativen für ein Bleiberecht 2011, ein Podiumsgespräch mit Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags zur Inklusionspolitik für Roma sowie Arbeitsgruppen für einen intensiven Dialog und für Planungen zu gemeinsamen Aktivitäten 2012.

Das Roma-Treffen soll dazu beitragen, die Position der Roma-Minderheit, insbesondere der Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo zu stärken. Im Zentrum wird sicherlich die Forderung nach einem neuen Bleiberecht stehen.

Eingeladen sind alle interessierten Roma und ihre Kooperationspartner aus den Organisationen und Institutionen der Zivilgesellschaft in Niedersachsen und anderen Bundesländern.

Die Planungsgruppe der Roma-Selbstorganisation >Romane Aglonipe< rechnet mit starker Resonanz. Mehrere Roma-Gruppen, Landtagsabgeordnete und Parter-Organisationen haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt. Weitere Informationen folgen hier demnächst.

2. Halbjahr 2011: Weitere Proteste gegen Abschiebungen

Die Hardliner unter den Innenministern der Bundesländer halten auch im 2. Halbjahr 2011 weiter an ihrem alten Plan fest: Bis zu 2.500 >Ausreisepflichtige< wollen sie pro Jahr abschieben. Abschiebungen von Roma-Flüchtlingen sind für die Betroffenen eine >Deportation ins Niemandsland<: Slums in Serbien, Elendsquartiere in Montenegro oder Bosnien, und Kosovo: das Schlaraffenland?

Von etwa 10.000 geduldeten Angehörigen, die zu den geflüchteten Roma-Familien aus den Regionen des ehemaligen Jugoslawien gehören, sollen nach und nach pro Jahr Tausende aus der Bundesrepublik abgeschoben werden.

Diese inhumane Praxis entwurzelt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und SeniorInnen, die seit vielen Jahren hier leben, aus ihrer Lebensumgebung in Deutschland.

Die Bleiberechtsregelung von 2007/2008 hat einigen Tausned Roma-Flüchtlingen die Chance gegeben, einen befristeten Aufenthalt zu beantragen. Zwei Jahre später werden nun die Voraussetzungen geprüft, dauerhaft hier bleiben zu können. Wer aber das eigene Einkommen – nach den Regelsätzen der bundesdeutschen Bürokratie – immer noch nicht selbst verdienen kann, erhält allenfalls wieder eine Duldung. Und wer schon vor zwei Jahren nicht antragsberechtigt war, soll nun auch keine neue Chance erhalten.

Dagegen nehmen die Proteste und Forderungen von Roma-Selbstorganisationen, ihren Partner-Organisationen sowie Flüchtlings- und Menschenrechts-Organisationen in der Bundesrepublik zu:

Caritas, Diakonie, Pro Asyl und andere treten bundesweit mit einer Initiative für eine neue Bleiberechtsregelung an.

Die Kampagne >alle bleiben<, koordiniert vom Projekt Roma Center Göttingen, organisiert kontinuierlich Informations-Veranstaltungen und Protest-Aktionen.

Andere Roma-Selbstorganisationen, Flüchtlingsräte, Schulen, Sportvereine, Kirchengemeinden u.v.a. entwickeln humanitäre und politische Initiativen auf kommunaler, regionaler, Landes- und Bundes-Ebene.

So gab es Initiativen im Niedersächsischen Landtag (Bündnis 90/Die Grünen, SPD, DieLinke), viel Bewegung in Nordrhein-Westfalen und Baden-Würtemberg, einen Kongreß in Berlin (DieLinke/Europa-ParlamentarierInnen) sowie viele kleinere Initiativen.

Diese Protest-Aktionen – aber auch die ersten Qualifizierungs-Maßnahmen für Roma-Flüchtlinge, die sich auf Jobs im deutschen Arbeitsmarkt vorbereiten – gehen auch 2012 weiter.

Abschiebungen bieten keinerlei Perspektive – nicht einmal für diese Bundesrepublik! Es muss uns allen daran gelegen sein, Menschen für eine aktive Bürgerschaft zu gewinnen, die hier bereits seit vielen Jahren mit der Gesellschaft vertraut sind, ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und hier ihre Zukunft planen wollen!

Alle bleiben! Schluss mit den inhumanen Deportationen ins Niemandsland!

Die internationale Staatengemeinschaft hat den Roma-Minderheiten in den Balkan-Kriegen eine >Rückkehr in Sicherheit und Würde< zugesichert. Solange die nicht möglich ist, bleiben Roma-Flüchtlingsfamilien hier in Deutschland!

Gelem, Gelem – Wir gehen einen langen Weg.

Gelem Gelem – Redebeitrag in Bad Nenndorf

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Fast 2.000 Menschen demonstrierten am 1. Wochenende im August in dem kleinen niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf bei Hannover: Bunte Proteste gegen die NS-Verherrlichung durch Neonazis. Romane Aglonipe war als Stimme der Roma und Sinti in Niedersachsen zu einem Wortbeitrag für die Abschlußkundgebung am Samstag, 06. August, eingeladen: Gelem-Gelem, Bad Nenndorf bleibt bunt! (06.08.2011).

Seit 2006 kommen Anhänger der Neo-Faschisten aus Deutschland und den Nachbarländern zu einer Propaganda-Aktion nach Bad Nenndorf, die sie „Trauermarsch“ nennen und mit der sie angeblich an „deutsche Opfer“ „alliierter Kriegsverbrechen“ erinnern wollen. Die NS-Kriegsverbrecher allerdings, die von 1945-1947 im Wincklerbad, das der britischen Armee als Verhör-Lager diente, inhaftiert waren, wurden zum Teil bei den Nürnberger Prozessen als Kriegsverbrecher verurteilt oder vor anderen Gerichte zur Rechenschaft gezogen für ihre Mitwirkung und Unterstützung der Verbrechen des NS-Staates.

Neonazi heute wollen Verbrecher zu Opfern stilisieren und als ihre Helden feiern. NS-Kriegsverbrechen, die Shoa, den Mord an Sinti und Roma und andere Greueltaten der Hitler-Diktatur sollen vergessen werden. Darüber reden sie nicht, der historischen Verantwortung stellen sich diese „braunen Kameraden“ nicht, sie versuchen, öffentlichkeitswirksam die furchtbare Geschichte umzudeuten.

Einige BürgerInnen aus Bad Nenndorf und dem Landkreis Schaumburg sowie alte und junge AntifaschistInnen haben 2006 den Anfang mit Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch gemacht, als die Mehrheit der NenndorferInnen noch davon überzeugt war, durch Ignorieren könne man die Nazis am schnellsten wieder loswerden.

Diese Situation hat sich heute grundlegend gewandelt: 2011 mag es vielleicht noch einige Menschen geben, die sich den breiten Protest-Aktionen nicht anschließen – aber ein breites gesellschaftliches Bündnis kämpft inzwischen gegen die NS-Verherrlichung: „Bad Nenndorf ist bunt!“. Und zum ersten Mal sind Roma und Sinti 2011 mit einem Redebeitrag dabei.

mehr: Informationen, Berichte und Foto-Galerien

Aktuelles: website des Bündnisses >Bad Nenndorf ist bunt<

Herdelezi 2011, Do., 26.05.11, in Hannover

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Mit Herdelezi 2011 in Hannover lädt Romane Aglonipe als Selbstorganisation der Roma-Minderheit zu Information, Musik und Diskussion ein:

Herdelezi-Plakat, Hannover, Do 26.05.2011

Saal des Kath. Bildungszentrums St. Clemens

Leibnizufer 17 B, 30169 Hannover

Zugang über den Kirchplatz

Parkplätze: Zufahrt über die Strasse „Auf dem Kanonenwall“

Herdelezi 2011 in Hannover engagiert sich als Projekt der Roma für die Einbeziehung dieser Minderheit in die Gesellschaft in Hannover und Niedersachsen, insbesondere für ein Bleiberecht der Roma-Familien, die als Flüchtlinge (vor allem aus dem Kosovo) seit vielen Jahren hier leben.

Herdelezi 2011 in Hannover stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Roma suchen ein Leben in Sicherheit und Würde und finden zunehmend Unterstützung in der Zivilgesellschaft, bei Kirchen (z.B. bei Caritas und Diakonie, s. Aktion Bleiberecht), Menschenrechts- und Kultur-Organisationen, Schulklassen, Vereinen (s. Alle bleiben!).

Als Roma können wir die Belange der Kommune aktiv mitgestalten, unsere Kinder und Jugendli-che können hier die gemeinsame Zukunft mit gestalten. Eine Abschiebung aber bedeutet für sie die Deportation ins Niemandsland.

Herdelezi 2011 in Hannover wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt und von weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen gefördert: Projekt MISO – Migranten-Selbstorganisation – der Landeshauptstadt Hannover, Kath. Kirche in der Region Hannover und Caritasverband der Diözese Hildesheim – dafür vielen Dank!

(online seit: 14.05.11, 23:00, Update: 21.05.11)

HERDELEZI 2011, So 22.05.11 in Emden

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Mit Herdelezi 2011 laden Roma-Familien in Emden und Ostfriesland zum Dialog mit Kultur ein:

Herdelezi 2011 in Emden, So 22.05.11

 Hochschule Emden-Leer,

Constantiaplatz 4, 26723 Emden.

Herdelezi 2011 in Emden bietet Literatur, Berichte, Foto-Ausstellung, Musik, Film, Buffet und Geselligkeit.

Zugang ist am Gebäude 4, Fachbereich Soziale Arbeit, vom Parkplatz Paapsand aus – oder vom Parkplatz Teutonenstrasse aus zu Fuß über das Hochschul-Gelände, links an der Mensa vorbei.

Das Kinder-Programm beginnt ab 12 Uhr – die offizielle Eröffnung findet um 14 Uhr statt – mit Grussworten der Stadt Emden, des Landkreises Aurich, des Ev.Luth. Kirchenkreises Emden und der Veranstalter.

Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, organisiert das Projekt in Kooperation mit dem Initiativkreis für das Bleiberecht der Roma in Krummhörn und Emden sowie dem Projektbereich Interkulturelle soziale Arbeit der Hochschule Emden-Leer.

Herdelezi 2011 stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Herdelezi 2011 findet in Emden statt, weil hier und in der Region Ostfriesland mehrere Hundert Roma-Flüchtlings-Familien leben, um durch vielfältige Angebote Kontaktmöglichkeiten zu bieten, die Roma-Kultur erlebbar zu machen und Pläne für weitere gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln.

Herdelezi 2011 wird in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Ostfriesland und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt.

Für die Unterstützung danken die Veranstalter weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen in Emden, der Region und Niedersachsen, darunter Diakonisches Werk und Caritas, GEW, Förderkreis der Hochschule, Bündnis 90/Die Grünen Emden (Stand: 14.05.11).

(online ab 15.05.11, 22:15 Uhr; Update: 21.05.11)

Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Ahlem

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Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Ahlem

Do 03.03., 15 Uhr

Heisterbergallee 8, 30453 Hannover-Ahlem

Am Tag der Erinnerung an die Deportationen und Ermordung der Sinti und Roma in Auschwitz wird die Region Hannover gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Opferverbände in einer Gedenkstunde an die Verfolgten erinnern.

Veranstalter: Region Hannover

Programm des >Netzwerkes Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover <, www.erinnerungundzukunft.de


Anfahrt: Stadtbahnlinie 10 (Richtung Ahlem), Haltestelle Ehrhartstraße

http://83.246.67.2/map/cgi-bin/cityguide.pl?action=show〈=de&size=8660&mapper=3&zoom=100&mapX=3545923&mapY=5805148

Weitere Informationen zum laufenden Veranstaltungsprogramm der Gedenkstätte Ahlem: www.gedenkstaette-ahlem.de

Die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover besteht seit 1987. Sie dokumentiert die Geschichte Ahlems sowie der Einwohner jüdischen Glaubens der Stadt Hannover und des ehemaligen Landkreises. Die Region Hannover baut in den kommenden Jahren die Gedenkstätte Ahlem zu der zentralen Erinnerungsstätte der Region aus.

Der 3. März ist ein Tag der Erinnerung an die Deportation und Ermordung der Sinti und Roma in Auschwitz. Aus diesem Anlass werden am 03.03.2011 Vertreter der Region und Stadt Hannover gemeinsam mit Vertretern der Sinti und Roma, der christlichen Kirchen sowie der jüdischen Gemeinden in der Gedenkstätte Ahlem der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedenken.

1938 hatte Himmler die sogenannte endgültige Lösung der „Zigeunerfrage“ angekündigt. Ziel der Nazipolitik war die vollständige Vernichtung der Sinti und Roma. Im Frühjahr 1943 fuhren Deportationszüge mit Sinti und Roma aus elf verschiedenen europäischen Ländern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Die niedersächsischen Sinti wurden in der Nacht zum 3. März 1943 aus verschiedenen Sammellagern nach Auschwitz deportiert. Untergebracht wurden die Sinti und Roma dort in einem eigens eingerichteten „Zigeunerlager“. Über 500.000 Sinti und Roma fielen dem Holocaust zum Opfer.

Zur Geschichte der Mahn- und Gedenkstätte Ahlem

Ausgehend von der Gründung der >Israelitischen Erziehungsanstalt< 1893, informiert die Gedenkstätte über die Entwicklung dieser Bildungseinrichtung. Der Gründer der Schule, Alexander Moritz Simon, verfolgte das Ziel, die einseitige Wahl der Berufsbereiche, entstanden durch einengende Gesetzgebung für jüdische Bürger, zu beeinflussen und zu ändern. Der jüdischen Minderheit sollte durch die Ausbildung im Handwerk, Gartenbau und in der Landwirtschaft die Integration in Deutschland erleichtert und die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem qualifizierten Beruf den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die >Israelitische Gartenbauschule Ahlem< entwickelte sich zu einer weltweit anerkannten Bildungseinrichtung. Das Ende dieser schulischen Einrichtung zeichnete sich ab, als 1941 die Geheime Staatspolizei Hannover auf dem Gelände der Schule eine Sammelstelle für Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager einrichtete. Später kamen ein „Polizei-Ersatzgefängnis“ und eine Hinrichtungsstätte hinzu.

mehr: http://www.hannover.de/de/kultur_freizeit/geschichte/historisches/gedenkst/gedenkAhlem/mahn_ge.html

2010 legte eine interdiziplinäre Fachkommission zur Wandlung der Gedenkstätte in einen lebendigen Ort der Bildung und Kommunikation Empfehlungen für eine Neukonzeption der Mahn- und Gedenkstätte vor. Gemäß Beschluss des Regionsausschusses vom 04.05.2010 leitet die Region Hannover – Projektleitung Team Kultur – die europaweite Ausschreibung eines nicht offenen, einstufigen Wettbewerbs.

In der Gedenkstätte Ahlem können bereits heute durch Videos die Aussagen der Dokumentation vertieft und ergänzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit Projekttage durchzuführen.

mehr: http://www.hannover.de/de/kultur_freizeit/geschichte/historisches/gedenkst/gedenkAhlem/neukonzeption_ahlem/index.html

EINLADUNG: Herdelezi 2011 vorbereiten

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Sonntag, 27.02.2011, 13 Uhr

St. Michael, Hof van Holland 14, 26725 Emden

Vorbereitungstreffen für Herdelezi 2011

Der Initiativkreis für das Bleiberecht von Roma in Krummhörn und Emden lädt ein zu einem 1. gemeinsamen Treffen aller Interessierten. Nach dem Herdelezi-Fest in Nordhorn 2010 wird hier ein vergleichbares Programm für 2011 vorbereitet, das in der Region Ostfriesland stattfinden soll. Dort leben einige Hundert Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo. Mit dem Herdelezi-Programm stellen die Roma-Selbstorganisationen wie Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, zusammen mit Partnerorganisationen wie dem Initiativkreis die Kultur und Lebenssituation von Roma-Familien vor. Ein Blick richtet sich dabei auf die Situation der Angehörigen der Minderheit der Roma, Ashkali und Ägypter im Kosovo.

Alle detaillierten Berichte von OSZE über UNHCR, Schweizer Flüchtlingshilfe und dem Menschenrechtsbeauftragten der EU, Hammarberg, bis zu Berichten von Recherchereisen deutscher ParlamentarierInnen und NGOs fordern eindringlich:

Keine zwangsweise „Rückführung“ in den Kosovo!

Die Fortsetzung von Kettenduldungen, die mit den Bleiberechtsregelungen (2007/2008) abgeschafft werden sollten, zwingt Roma-Flüchtlingsfamilien weiter zu einem Leben auf beschränktem Raum mit eingeschränkten Lebensmöglichkeiten. Das ist diskriminierend und kann nur durch ein humanitäres Aufenthaltsrecht verbessert werden. Dazu braucht es Bildungs- und Berufs-Förderung, damit alle Roma, die als „geduldete“ Flüchtlinge jahrelang zwangsweise vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wurden, endlich die Chance erhalten, sich und ihre Familien selbst zu ernähren.

Dafür streiten wir gemeinsam – viele flüchtlingspolitisch aufgeklärte Menschen und Organisationen unterstützen bereits die zentrale Forderung:

Alle bleiben!

(eingestellt: 20.02.11)