Vergessenes Versprechen – Ausstellung München

Ausstellung München 06.-27.11.2009
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„A forgotten promise“

Benefiz-Fotoausstellung für bleivergiftete Roma-Flüchtlinge im Kosovo

Eröffnung am Freitag, den 06.November 2009, um 19 Uhr
in der Freien Kunstwerkstatt München

Dachauer Straße 42 / Rückgebäude II + III Stock

Tel. 089 – 594267
geöffnet bis Fr., 27.11.2009

Roma-Kinder in Mitrovica

Einladung Ausstellung Forgotten Promise, München

Presseinfo der GfbV:

„’A forgotten promise‘ – ein vergessenes Versprechen hat der Fotograf Florian Bachmeier sein Spendenprojekt getauft, mit dem er gesundheitlich zum Teil schwer geschädigte Roma-Familien im Kosovo unterstützen möchte.

Die katastrophalen Lebensbedingungen in zwei Roma-Flüchtlingslagern in Mitrovica im Norden des Landes haben ihn so erschüttert, dass er nicht nur spontan beschloss, durch den Verkauf seiner Fotos zu helfen. Er will mit seinen eindringlichen Porträtaufnahmen von Lagerbewohnern auch die Öffentlichkeit aufrütteln, über die erschütternde Situation dieser vergessenen Flüchtlinge informieren und mehr Unterstützung mobilisieren.

Viele der Roma – vor allem Kinder – leiden unter Bleivergiftung, weil die Lager 1999 auf dem verseuchten Gelände einer Bleischmelzanlage errichtet wurden. Seit Jahren warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor der extrem gesundheitsgefährdenden Unterbringung der Flüchtlinge. Die Menschenrechtsorganisation fordert die Auflösung der Lager und eine intensive medizinische Entgiftung der Roma-Familien.

Von den vor der Nato-Intervention rund 150.000 Roma und Aschkali leben heute kaum noch ein Zehntel im Kosovo. Nationalistische Albaner haben sie vertrieben, 70 von 75 ihrer Dörfer und Stadtteile zerstört.

Alle Fotos, die in der Benefiz-Ausstellung gezeigt und zum Kauf angeboten werden, stammen aus den Flüchtlingslagern „Osterode“ und Cesmin Lug / Cesmin Lukë. Dort sind 560 Roma untergebracht, darunter rund 250 Kinder. Die Lagerbewohner führen 83 Todesfälle auf die Verseuchung des Geländes mit giftigen Schwermetallen zurück. Frauen erlitten Fehlgeburten, Kinder zeigen auffällige Entwicklungsstörungen, fallen in komatöse Zustände. Aus medizinischer Sicht werden die Flüchtlinge irreversible Schädigungen des Nerven- und Immunsystems sowie Störungen des Knochenwachstums und der Blutbildung davontragen.

Der Reinerlös aus dem Verkauf der Fotos und einer Begleitpublikation fließt unmittelbar in das Spendenprojekt ‚A forgotten promise‘ “.


Kontakt:
Gesellschaft fuer bedrohte Völker e.V. (GfbV)
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel. 0551 / 49906-25, www.gfbv.de

(erstellt: 08.11.2009)

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Kooperation mit Roma-Flüchtlingen

Romatreffen und mehr Okt.-Dez. 2009

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Roma-Gruppen in Norddeutschland u.a. Organisationen laden zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. In Celle, Göttingen, Vegesack, Bremen und Hannover gibt es Konzerte, Romatreffen, Vorträge und Diskussionen, Ausstellung mit Vernissage, Filmabend, Berichten, Protestaktionen, Konferenzen:

Romatreffen und mehr, Okt.-Dez. 2009.

Details zu den Einzelterminen finden sich jeweils auf den websites der Veranstalter – und werden hier laufend bekannt gegeben. Willkommen bei den Treffen von Oktober bis Dezember!

Alle Roma-Gruppen bereiten den Protest zur Konferenz der Innenminister (IMK-Herbstkonferenz) in Bremen vor:

Mi 02.12.2009 (17 Uhr Auftaktkundgebung, anschließend Demonstration durch Bremen und ca. 18:30 Uhr Abschluskundgebung am Domshof).

Wenn die Innenminister der Länder und des Bundes nicht von ihren Plänen ablassen, Mitglieder der Roma-Minderheit nach Kosovo ins Exil zu deportieren, müssen auch die Proteste 2010 weitergehen!

Für ein Leben in Sicherheit und Würde!

Keine Deportationen nach Kosovo und andere Länder des westlichen Balkan!

(Stand: 24.10.2009)

Kosovo-Images in Bremen

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Fr., 06.11., bis Do., 19.11.09

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Eine Fotoausstellung von Jugendlichen – aus Deutschland ins Exil nach Kosovo

Hafenmuseum Speicher XI, Am Speicher XI, 28217 Bremen

Öffnungszeiten: Do bis So von 15-18h
für Schulklassen und Gruppen auch nach Vereinbarung

> Do., 5.11., 18-20 Uhr Vernissage
> So., 15.11., 16 Uhr: Veranstaltung mit Djevdet Berisa vom Verein Romane Aglonipe (Hannover) zur Situation von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo
> Do., 19.11., 19.30h: Veranstaltung zur Innenministerkonferenz in Bremen und geplanten Gegenaktivitäten

Vom 2. bis 4. Dezember findet in Bremen die Innenministerkonferenz statt. Thema dieser Zusamenkunft wird u.a. die geplante Abschiebung von Flüchtlingen sein. Die politische Forderung nach einer grosszügigen Bleiberechtsregelung wartet immer noch auf eine Umsetzung. Aktuell sind z.B. Tausende von Flüchtlingen aus dem Kosovo akut von Abschiebung bedroht, darunter viele Roma.

Diese Menschen sind vor Krieg und Vertreibung geflohen, oft schon vor 10, 15 oder mehr Jahren. Noch immer herrscht im Kosovo eine feindselige Stimmung gegenüber Minderheiten. Roma, SerbInnen und Angehörige anderer ethnischer Gruppen haben praktisch keine wirtschaftliche Perspektive.

Was es für Kinder und Jugendliche bedeutet, aus einem Land, in dem sie aufgewachsen, oft auch geboren sind, wo sie zur Schule gingen, dessen Sprache sie sprechen, wo ihre FreundInnen leben, in die Fremde und Perspektivlosigkeit geschickt zu werden, zeigt diese Ausstellung:
14 Jugendliche aus Deutschland, mittlerweile gezwungen, im Kosovo oder Serbien zu leben, haben in einem gemeinsamen Workshop des Goethe-Instituts in Belgrad sehr eindrucksvolle Fotos gemacht. In audiovisuellen Beiträgen reflektieren sie ihre Situation in der Fremde, die ihnen die deutsche Abschiebemaschinerie zur Heimat erklärt hat. Aber auch die Gefühle, die es bei ihnen ausgelöst hat, aus ihrer eigentlichen Heimat, Deutschland, vertrieben worden zu sein.

Veranstalter: Antirassistische Gruppe polypol, Bremen, polypol(at)gmx.net.

Die beiden Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen statt.

Mehr Informationen Goethe-Institut.

Für ein Leben in Sicherheit und Würde!

Keine Deportationen nach Kosovo und andere Länder des westlichen Balkan!

(erstellt: 06.10.09, geändert: 24.10.2009)

Blick zurück nach vorn

Deutsche Jugendliche abgeschoben?

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Ab Mitte August wird eine besondere Ausstellung zum Thema Abschiebung von Flüchtlingen in Deutschland gezeigt. Das Goethe-Institut in Schwäbisch-Hall präsentiert Selbstportraits von Jugendlichen, die mit ihren Familien von Deutschland aus in die Nachfolgesteaaten Ex-Jugoslawiens abgeschoben wurden:

Dorentina Zeneli, Egzon Shabanaj, Enis Demorović, Eris Miftari, Fatime Haziri, Hanife Haziri, Ibrahim Hot, Jeton Osmani, Manuel Lilazović, Nazife Shabanaj, Valentina Ramadani, Valon Ramadani, Vanessa Ramadani.

Alle sprechen Deutsch, alle sind hier zur Schule gegangen. Deutschsprachige Jugendliche in Deutschland – aber doch nicht gleichberechtigt mit ihren MitschülerInnen, die einen sicheren Aufenthaltsstatus hatten.

Im Sommer 2008 sind 14 Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Medienprojektes des Goethe-Institus Belgrad mit Einwegkameras in ihrer Alltagswelt in Südserbien und im Kosovo auf Erkundungstour gegangen.
Ziel war es, ihre Gefühle und Wahrnehmungen mit dem Medium der Fotografie zum Ausdruck zu bringen und darüber zu reflektieren. Die Jugendlichen in Serbien wurden von der Künstlerin Ana Adamović angeleitet, die Jugendlichen aus dem Kosovo von dem Fotografen Jetmir Idrizi. Die beteiligten Jungen und Mädchen haben pro Person mehr als einhundert Fotos gemacht.


Ausstellung ab August

Ausgewählte Bilder machen jetzt die Erfahrungen der Jugendlichen für uns nachvollziehbar. Sie zeigen, wo sie jetzt leben und wie sie sich fühlen. Daraus ist diese Internet-Ausstellung sowie eine transportable Fotoausstellung entstanden.

Die 14 beeindruckenden Portraits sind bis Februar 2010 auf einer Ausstellungstour u.a. in Steinfurt, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Berlin und Oldenburg zu sehen.

(Stand: 15.07.09)