Hier geblieben – Roma brauchen Bleiberecht 2011

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Djevdet Berisa, Romane Aglonipe e.V., eröffnete das 1. Roma-Treffen 2011 in Hannover und Bürgermeisterin Lange, Landeshauptstadt Hannover, sowie Probst Tenge, Katholische Kirche Hannover, sprachen Grußworte. Mehr als 80 TeilnehmerInnen kamen am So., 06.02.2011, zur Beratung im Kulturzentrum Pavillon zusammen. Neben einem Rückblick auf Aktivitäten im Jahr 2010 gab es Arbeitsgruppen zu aktuellen Fragen von Jugendlichen (Protokoll: M. Micudaj) Frauen, Recht (Protokoll: S. Walbrecht) und zum Antiziganismus.

Beim Plenum kamen ExpertInnen aus Roma-Selbstorganisationen, Menschenrechts- und Flüchtlings-Organisationen sowie TeilnehmerInnen des Treffens zu Wort, darunter Roma-Lehrer und -KünstlerInnen sowie Menschen, die die Angehörigen der Roma-Minderheit in Deutschland, insbesondere die Roma aus dem Kosovo, unterstützen. Viele Jugendliche waren dabei, die gemeinsam mit jungen Roma aktiv werden wollen. Junge Roma vernetzen ihre Aktivitäten immer mehr auch auf europäischer Ebene.

Das 1. Roma-Treffen 2011 in Hannover verabschiedete eine ERKLÄRUNG, die jetzt über viele Kontakte bekannt gemacht wird. Das Treffen hat gemeinsame Aktionen zu wichtigen Terminen der Roma-Communities (8.4., Internationaler Tag der Roma; 06.05. Beginn des Herdelezi-Frühlingsfestes etc.) und der Innenpolitik in Deutschland (Innenministerkonferenzen im Juni und Dezember 2011)  und Europa in die Planung genommen.

Eine Fortsetzung guter Kooperationen ist geplant, denn die zentrale Forderung der Roma  und Roma-Selbstorganisationen nach einen „Bleiberecht jetzt!“ wird inzwischen von breiten Kreisen der flüchtlingspolitisch aufgeklärten Bevölkerung und wichtigen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Diakonischen Werk und der Caritas sowie weiteren Institutionen gefördert.

(eingestellt: 10.02.11; geändert: 20.02.11)

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1. Roma-Treffen 2011 in Hannover, So 06.02.11

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Für ein Leben in Sicherheit und Würde

Wir laden alle Roma-Familien, besonders aus dem Kosovo ein:

Kommt Anfang Februar 2011 zu den Berichten und zur Beratung nach Hannover:

 

Sonntag, 06. Februar 2011, 12 Uhr bis 18 Uhr

Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4

(Nähe Hauptbahnhof, Ausgang Nord)

Roma-Familien aus dem Kosovo:

Für ein Leben in Sicherheit und Würde


Unsere Forderung nach einem „Leben in Sicherheit und Würde jetzt“ wird bereits von vielen Institutionen und Organisationen unterstützt.

Am Sonntag, 06. Februar 2011, planen wir gemeinsame Vorhaben im Jahr 2011. darunter Veranstaltungen rund um den Internationalen Tag der Roma im April, das Herdelezi-Frühlingsfest im Mai, die Innenminister-Konferenzen und vieles mehr.

Alle bleiben!

Bleiberecht – der Streit aus 2010 geht weiter

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2011 – ein Jahr positiver Entscheidungen?

Was sollen Flüchtlinge tun, die Schutz suchen vor Diskriminierung und Verfolgung in ihrem Herkunftsland – und denen die Behörden in Deutschland keine Zuflucht gewähren? Was sollen Kinder und Jugendliche tun, die hier geboren und / oder aufgewachsen sind, der Heimat z.B. ihr Ort in Niedersachsen oder einem der anderen Bundesländer ist – und deren Anspruch auf Schutz und elementare Rechte von den Behörden in Deutschland mißachtet wird? Was sollen ältere Menschen tun, die hier mit ihren Kindern und Enkelkindern leben, die in ihrer alten Heimat keine Verwandten mehr haben – und die von den Behörden die Aufforderung zur Ausreise erhalten?

Was sollen die Kranken tun, die hierher geflüchtet sind und nur hier medizinisch so behandelt werden können, dass sie eine Chance zum Überleben haben – und die von den Behörden hier keinen Aufenthalt aus humanitären Gründen zugestanden bekommen?

Was sollen die Behörden tun, die zugunsten von Flüchtlingen für einen Aufenthalt entscheiden wollen – denen aber das Innenministerium als vorgesetzte Behörde die Erteilung einer Aufenthaltsberechigung untersagt?

Was sollen die Organisationen und mitfühlenden Einzelpersonen unserer Zivilgesellschaft tun, Sportvereine, Schulen, Kirchengemeinden, Menschenrechtsgruppen, Jugendverbände und andere, die Zeuge davon werden, wie aktive Mitglieder, Schülerinnen und Schüler in Angst leben, jeden Tag abgeschoben zu werden in ein Land, das nie mehr ihre „Heimat“ werden kann – und die nach dem Willen der Mehrheitspolitik dennoch hier kein zu Hause erhalten können?

Was sollen die Selbstorganisationen der Flüchtlinge tun, die für die Rechte ihrer Communities Beratung, Protest-Aktionen, Lobby- und Advocacy-Arbeit aufbauen, zunehmend mehr Unterstützung erhalten, eine Antidiskriminierungspolitik der europäischen Gremien – aber mit einer inhumanen Kälte deutscher Behördern und PolitikerInnen konfrontiert sind?

Alle Flüchtlinge, insbesondere die Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, haben nur eine Chance: „Alle bleiben!“. Und zwar jetzt und hier!

Der Streit um elementare Menschenrechte für alle geht auch 2011 weiter!

Wenn Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen im Dezember 2010 weitere Abschiebungen von Kosovo-Roma aus dem eigenen Bundesland – zunächst bis März 2011 – aussetzen, sollten sich die übrigen Länder einfach anschließen.

Wenn dann die nächste Innenministerkonferenz am 22.06.11 in Hessen zusammenkommt, sollten sich die Senatoren und Minister des Inneren einfach einen Ruck geben und zugunsten der Angehörigen der Roma-Minderheiten aus dem Kosovo entscheiden:

Alle bleiben in Deutschland.

Die Innenminister sollten die Chance ergreifen, Tausenden eine Heimat und die Chance auf Arbeit und Leben zu geben. Die Roma-Flüchtlinge brauchen dringend ein Leben in Sicherheit und Würde – und Deutschland braucht die Roma-Familien.

Zuwanderung ins Sozialsystem“ muss nur der fürchten, der Einwanderer NICHT fördert und willkommen heißt. Alle Beteiligten brauchen gezielte Förderung und Hilfen zur beruflichen Eingliederung, Starthilfe für Existenzgründungen und die Unterstützung, die dazu beitragen wird, dass die Nachwuchskräfte, die zum Teil ja schon seit mehr als 10 Jahren hier leben, endlich ihre Existenz eigenständig gestalten können.

Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, darunter viele ausgebildete Fachkräfte, und ihre Kinder suchen hier ihre Zukunft. Sie haben es verdient, damit ernst genommen zu werden!

Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen nehmen die Hartherzigkeit der Innenbehörden nicht mehr teilnahmslos hin: Immer mehr stehen auf für die sozialen und kulturellen Rechte der Roma-Flüchtlinge.

2011 kann ein Jahr vieler positiver Entscheidungen werden. Das Roma-Treffen wird für dieses Ziel weiterarbeiten –

Mitwirken erwünscht!

Deportation Airpark Karlsruhe – Demonstration 08.05.10

Proteste in Karlsruhe – Mitwirken möglich

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Das Roma-Treffen hatte am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, den Aufruf zur Protest-Kampagne gegen Abschiebungen vom Flughafen Karlsruhe unterzeichnet. Ein breites Bündnis von Organisationen aus der Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz mobilisiert gegen die Abschiebungen, die in Süddeutschland über den Flughafen Karlsruhe, in Norddeutschland über den Flughafen Köln durchgeführt werden.

Am Sa., 08.05., fand in Karlsruhe eine Demonstration dieser Kampagne statt, dazu gibt es einen 1. Bericht auf der website der Kampagne. Ausserdem findet sich dort ein Vorschlag zum Kontakt mit den verantwortlichen EntscheiderInnen: „Ruf‘ doch mal an!“.

(erstellt: 12.05.10)

Herdelezi-Programm 2010 – Auftakt zum Dialog

Roma-Forum Nordhorn lädt ein

Sa., 22.05.10, 15 Uhr

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Das Herdelezi-Programm am Sonntag, 9. Mai, in Nordhorn, Grafschaft Bentheim, hat mit grosser Beteiligung deutlich gemacht: Roma sind – als grösste Minderheit in Europa – BürgerInnen Europas, Menschen, die hier in Deutschland seit vielen Jahren zu hause sind, für deren Kinder diese Region die Heimat ist, die sich hier für ein Leben in Sicherheit und Würde einsetzen. Roma sind AkteurInnen, Kulturträger und treten gemeinsam für ihre Rechte ein.

Dass den Angehörigen der Roma-Minderheit wie allen Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft elementare Menschenrechte zustehen, darunter das Recht auf Arbeit, Bildung, Wohnen etc., haben viele Roma-Familien am Wochenende ihren NachbarInnen, den politischen EntscheiderInnen und den Gästen, die ihrer Einladung gefolgt waren, verständlich gemacht. Mehr als 250 Menschen folgten der Einladung zum 1. gemeinsamen Roma-Gadje-Dialog anläßlich des Frühlingsfest der Roma, Herdelezi 2010. Das Jugendzentrum „Die Scheune“ in Nordhorn bot dafür einen idealen Treffpunkt.

Viele Gelegenheiten zum Dialog bot dieser 1. Herdeleti-Tag der Begegnung: Eröffnungsreden des Vereins Romane Aglonipe und des AK Flüchtlingshilfe Nordhorn sowie Grussworte von Landrat Kethorn und Frau Polat (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), ein Tanztheater-Stück zur Geschichte der Roma von der Kindertheatergruppe „Kinder des Windes“ (Magdeburg), die Foto-Ausstellung „Ohne Heimat“ – Roma im Kosovo und Montenegro (Menschenrechtsgruppen in Bremen/ Pro Asyl, Ffm.), Roma-Musik des Ensembles Gilani, eine break-dance-Show Nordhorner Jugendlicher sowie kulinarische Spezialitäten der Roma-Familien der Region.

Der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) hatte die pädagogische Verantwortung für dieses 1. Herdelezi-Programm in Nordhorn. Unterstützung erhielten die VeranstalterInnen ausserdem vom Landkreis Grafschaft Bentheim, der Stadt Nordhorn (Jugendamt), der Kreuzkirche, der Caritas sowie privaten SponsorInnen. Die lokalen Medien berichteten ausführlich im Vorfeld und nach der Veranstaltung. Ein Portrait erschien über Avdyl Bejta, der wie viele andere seit mehreren Jahren eine Aufendthaltsgenehmigung benötit

Die Roma-Familien in und um Nordhorn treffen sich bereits seit mehreren Wochen alle 14 Tage. Das nächste Treffen des „Roma-Forums Nordhorn“ lädt alle Roma-Familien, NachbarInnen und FreundInnen zum Mitwirken ein: Sa. 22. Mai, 15 Uhr, Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche, Nordhorn-Blanke, Clarastrasse. Natürlich stehen die Anliegen der Roma-Familien im Vordergrund: Arbeitserlaubnis für die Erwachsenen, Bildungschancen für die Kinder und Jugendlichen, Schutz vor Abschiebungen – insbesondere nach Kosovo- für die Familien, medizinische Versorgung für die Kranken, humanitäre Fürsorge für die SeniorInnen, die Hilfe brauchen.

Die Roma in Nordhorn kündigen mehrere Angebote für verschiedene Altersgruppen an: Das Roma-Forum für alle Interessierten, ein Treffen für junge Mütter mit Kleinkindern, Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche, an denen alle Herkunftsgruppen teilnehmen können.

Kontakt: Djevdet Berisa, Romane Aglonipe e.V., romane.aglonipe@gmx.de

(erstellt: 12.05.10)

ALLE BLEIBEN

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Für ein Leben in Sicherheit und Würde!

Do., 08.04.2010, Hannover-Innenstadt

16:30 Uhr: Kundgebung und Demonstration

19:30 Uhr: Aktuelle Beiträge und Diskussion

Der 8. April gilt als „Internationaler Tag der Roma“. Weltweit finden in Erinnerung an den Weltkongress der Roma 1971 in London Veranstaltungen für die aktive Einbeziehung der Roma-Minderheiten in die Mehrheitsgesellschaften statt. In Spanien organisiert die EU-Präsidentschaft zusammen mit der Europäischen Kommission den 2. Roma-Kongress in diesem Jahrtausend. Die Forderungen und Appelle des 1. Kongresses 2008 in Brüssel werden überprüft, die verantwortlichen PolitikerInnen zu konkreten Schritten zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma, der größten Minderheit in Europa, verpflichtet.

In Hannover fordern Roma-Familien und ihre Freundinnen und Freunde ein „Leben in Sicherheit und Würde“ hier und jetzt. Viel zu lange warten über 10.000 Roma auf eine Lebensperspektive hier, die ihnen Ausbildung, Qualifizierung, Arbeitssuche und ein eigenständiges Leben in Deutschland ermöglicht.

Romane Aglonipe, der Verein der Roma in Niedersachsen, appelliert als Selbstorganisation von Roma-Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien, insbesondere dem Kosovo, an alle Roma-Flüchtlingsfamilien und ihre Freundinnen und Freunde, die Minderheiten-Organisationen der Deutschen Sinti und Roma, die Gewerkschaften, Kirchen, Jugend- und Studenten-Organisationen, Menschenrechtsgruppen, MigrantInnen, interkulturelle und antirassistische Initiativen:

Unterstützt die Forderung der Roma-Flüchtlinge nach einem Bleiberecht!

Für ein Leben in Sicherheit und Würde HIER!

ALLE BLEIBEN.

16:30 Uhr am Hauptbahnhof, Bahnhofstrasse

Kundgebung und Demonstration (Bahnhof, Kröpcke, Steintor, Bahnhof)

19:30 Uhr Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4

(300 m vom Nordausgang des Hauptbahnhofes)

Ein Leben in Sicherheit und Würde?

mit Katrin Herold, Autorin (Antiziganistische Zustände); Djevdet Berisa, Romane Aglonipe e.V.; Sigmar Walbrecht, Nds. Flüchtlingsrat

(erstellt: 06.04.2010)

Willkommen

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Willkommen zu den Informationen der Roma-Treffen!

Der Blog informiert seit dem 06.07.09 kontinuierlich – Mitwirken erwünscht!

FÜR EIN LEBEN IN SICHERHEIT UND WÜRDE !Kampagne alle bleiben!