Jugendaustausch Niedersachsen-Voijvodina (Serbien)

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Internationale Jugendbegegnung zwischen Serbien und Deutschland

10.-17. September 2012 in der Region Hannover, Deutschland

Romane Aglonipe und die Naturfreunde-Jugend Niedersachsen laden zu einer Jugendbegegnung ein, die 10. bis 17. September 2012 in der Region Hannover stattfinden wird. Die Begegnung findet zwischen Jugendlichen aus Serbien und Deutschland statt.

Das Motto lautet: „Auf den Spuren der Roma – Jugendliche fit für ein Europa der Vielfalt“. Jugendliche von 15 bis 25 Jahren können teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Das nächste Vorbereitungstreffen bietet eine Möglichkeit, die Beteiligten und das Programm kennenzulernen:

So 26. August 2012, 13:00 Uhr

Vorbereitungstreffen im

Kulturzentrum PAVILLON
Lister Meile 4, 30161 Hannover

Jugendliche aus Romagemeinschaften in Serbien und Deutschland, Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Jugendliche aus Familien der deutschen Mehrheitsbevölkerung werden teilnehmen.

Noch sind PLÄTZE FREI!

Die internationale Jugendbegegnung wird durch das Programm „Jugend in Europa“ der europäischen Union gefördert. Alle TeilnehmerInnen erhalten den international anerkannten Youthpass, der für die Berufsperspektive Pluspunkte bietet.

Anmeldungen sind per Email möglich an: romane.aglonipe@gmx.de.

(erstellt: 19.08.12)

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Gemeinsam gegen Rechtsextremismus

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Bad Nenndorf bleibt bunt – Manifestation der Schwäche für die Neonazis

Mit vielfältigen Protestaktionen am 3. und 4. August unterstützten mehr Menschen als 2011 den Widerstand gegen den Marsch von rechtsextremistischen Organisationen am Samstag, 4. August in Bad Nenndorf. Sieben Demonstrationen gegen die Neonazis waren für den 4. August angemeldet, eine Demonstration des „Bündnisses Rodenberg gegen Rechts“ zog am  Samstag morgen zum Ökumenischen Gottesdienst an der Musik-Muschel im Kurpark Bad Nenndorf. Die Aktion „Urban knitting“ und Riesen-Transparente gegen die Hass-Politik der Neonazis und für das Aussteiger-Programm „EXIT“ setzten künstlerisch neue Akzente im Protest.

Romane Aglonipe war zu einem Beitrag bei der Auftaktkundgebung  von DGB und Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ eingeladen:
Für die Minderheit der Roma und Sinti ist der Widerstand gegen den alten und neuen Rassismus ein zentrales Anliegen. Damit gehen wir Hand in Hand mit den Organisationen der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen“, erklärte Djevdet Berisa.Er zitierte aus der „Hannover-Erklärung gegen Antiziganismus“ von 2011:

Als Juden, als Sinti und Roma, als Angehörige einer nationalen Minderheit, aber auch als Europäer sind wir sehr besorgt über das Anwachsen des Rassismus in der Mitte unserer Gesellschaft.

Der verstärkte Antisemitismus und Antiziganismus in den europäischen Staaten, auch in Niedersachsen, sollte alle aufgeklärten Menschen beunruhigen. Es kann und darf nicht sein, dass unsere Minderheiten, Jahrhunderte hindurch verfolgt, heute, im 21. Jahrhundert, immer noch ausgeschlossen sind und keine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten.

Wir wollen gemeinsam mit allen demokratisch und aufgeklärt denkenden Menschen in Niedersachsen und Europa zusammenarbeiten, um rassistischem Gedankengut entgegenzutreten. Wir dürfen es niemals zulassen, dass Antisemitismus und Antiziganismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zum Alltag des heutigen Europa wird.“

An den Kundgebungen des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ nahmen mehr als 1.000 Menschen teil. Die Redebeiträge repräsentierten das breite gesellschaftliche Spektrum des Widerstandes gegen die Neonazi-Propaganda. Blockade-Aktionen der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ konnten das Eintreffen der Neonazis um mehrere Stunden verzögern. Busfahrer in Haste weigerten sich, die ungeliebten braunen Fahrgäste im „Schienen-Ersatzverkehr“ zu fahren, und wegen einer Pyramiden-Aktion, die Freitagabend am Rande des Platzes vor dem Wincklerbad begann, konnten die ca. 460 Neonazis ihre Feier nur auf enger Fläche aufstellen. Die Feiern entlang der Neonazi-Route begleiteten den „Ehren-Marsch“ und die Kundgebung der Rechtsextremisten in kurzer Distanz mit massiven Protest.

Der Aufzug der RechtsextremistInnen wurde insgesamt zur Manifestation der Schwäche. Aus Sicht der Protest-Bündnisse ist der Tatbestand der Volksverhetzung und Verletzung des Grundgesetzes durch die Hass-Märsche längst erfüllt – die Proteste aller zivilgesellschaftlichen Kräfte gegen die demokratiefeindlichen Auftritte von Neonazis in Schaumburg werden weitergehen. Und über die Frage, wer 2013 im Nds. Innenministerium in Hannover die amtliche Auseinandersetzung gegen Rechtsextremismus politisch verantworten wird, entscheiden auch die WählerInnen bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar.

(erstellt: 19.08.12)