Woody Allen

Io, la mia famiglia Rom e Woody Allen



Die junge Roma-Filmemacherin Laura Halilovic (19) erhielt am 12. Juli den „Kino-gegen-Rassismus-Preis“ beim 15. Internationalen Anti-Rassismus-Fest in Livorno, Italien. Das Filmfest wird von der Region Toskana und mehreren Kommunen und Organisationen unterstützt.

Laura Halilovic, Foto: Zenit-Film, ItalienLaura Halilovic wurde für ihren Dokumentarfilm „Ich, meine Roma-Familie und Woody Allen“ ausgezeichnet, der im Juni bereits den UCCA-Filmpreis beim Bellaria-Filmfest in Bellaria, Italien, gewann. Dadurch wird der Film in 20 Städten im Kino gezeigt, er soll jetzt auch in über 200 Schulen sowie der Lehrer-Fortbildung Italiens eingesetzt werden – incl. Diskussion mit der Regisseurin.

Dieser Dokumentarfilm über Roma, erstmals von einer jungen Roma-Filmemacherin selbst gedreht, wurde von Zenit Arti Audiovisive produziert, unterstützt vom Fonds zur Roma-Dekade, dem Fernsehsender RAI 3, dem Ministerium für Chancengleichheit, dem Piemont-Dokumentarfolm-Fonds u.a.

TV-Ausstrahlung

Der Film wird am Donnerstag, 30.07.09, um 11:45 vom italienischen Sender RAI 3, Doc 3, im Fernsehen gesendet.

Laura Halilovic, selbst mit 15 als junge Schauspielerin entdeckt, erhielt mit 17 Jahren bereits einen Filmpreis für ihren 1. Film „Illusion“ beim Filmfest in Turin für junge FilmemacherInnen unter 18. In ihrem neuen Film dokumentiert sie am Beispiel ihrer eigenen Familie, die aus Bosnien und Hezogowina nach Italien kam, 20 Jahre Lebensalltag einer Roma-Familie. Damit stellt sie die Innensicht einer Community vor, die Familie, ihre Verwandten und Freunde, auch entfernte Nachbarn.

Das Leben der Roma-Minderheit ist auch in Italien wenig bekannt: „Viele Spiel- und Dokumentarfilme wurden über unsere Tradition und unseren Lebensstil gedreht“, erklärt Halilovic, „aber in einer Art und Weise, dass wir uns damit nicht identifizieren können. Regisseure und Drehbuchautoren zeigen die Welt der Roma in Stereotypen. Sie ignorieren, dass einige von uns nicht einmal wie ‚Roma‘ aussehen, und dass viel unserer Familien, die noch wandern, gerne eine feste Wohnung hätten und ihre Kinder zu Schule schicken würden“.

Manche Menschen haben noch Angst, sie trauen uns nicht. Sie wenden sich ab, wenn sie das Wort Roma höen. Dadurch fühlen wir uns zurückgewiesen in einem Land, das nicht unsere Land ist, in dem wir aber eine Zukunft aufzubauen versuchen“, erklärt Halilovic.

(Stand: 18.07.09)

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