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Willkommen zu den Informationen der Roma-Treffen!

Der Blog informiert seit dem 06.07.09 kontinuierlich – Mitwirken erwünscht!

FÜR EIN LEBEN IN SICHERHEIT UND WÜRDE !Kampagne alle bleiben!

Gelem Gelem – Redebeitrag in Bad Nenndorf

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Fast 2.000 Menschen demonstrierten am 1. Wochenende im August in dem kleinen niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf bei Hannover: Bunte Proteste gegen die NS-Verherrlichung durch Neonazis. Romane Aglonipe war als Stimme der Roma und Sinti in Niedersachsen zu einem Wortbeitrag für die Abschlußkundgebung am Samstag, 06. August, eingeladen: Gelem-Gelem, Bad Nenndorf bleibt bunt! (06.08.2011).

Seit 2006 kommen Anhänger der Neo-Faschisten aus Deutschland und den Nachbarländern zu einer Propaganda-Aktion nach Bad Nenndorf, die sie „Trauermarsch“ nennen und mit der sie angeblich an „deutsche Opfer“ „alliierter Kriegsverbrechen“ erinnern wollen. Die NS-Kriegsverbrecher allerdings, die von 1945-1947 im Wincklerbad, das der britischen Armee als Verhör-Lager diente, inhaftiert waren, wurden zum Teil bei den Nürnberger Prozessen als Kriegsverbrecher verurteilt oder vor anderen Gerichte zur Rechenschaft gezogen für ihre Mitwirkung und Unterstützung der Verbrechen des NS-Staates.

Neonazi heute wollen Verbrecher zu Opfern stilisieren und als ihre Helden feiern. NS-Kriegsverbrechen, die Shoa, den Mord an Sinti und Roma und andere Greueltaten der Hitler-Diktatur sollen vergessen werden. Darüber reden sie nicht, der historischen Verantwortung stellen sich diese „braunen Kameraden“ nicht, sie versuchen, öffentlichkeitswirksam die furchtbare Geschichte umzudeuten.

Einige BürgerInnen aus Bad Nenndorf und dem Landkreis Schaumburg sowie alte und junge AntifaschistInnen haben 2006 den Anfang mit Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch gemacht, als die Mehrheit der NenndorferInnen noch davon überzeugt war, durch Ignorieren könne man die Nazis am schnellsten wieder loswerden.

Diese Situation hat sich heute grundlegend gewandelt: 2011 mag es vielleicht noch einige Menschen geben, die sich den breiten Protest-Aktionen nicht anschließen – aber ein breites gesellschaftliches Bündnis kämpft inzwischen gegen die NS-Verherrlichung: „Bad Nenndorf ist bunt!“. Und zum ersten Mal sind Roma und Sinti 2011 mit einem Redebeitrag dabei.

mehr: Informationen, Berichte und Foto-Galerien

Aktuelles: website des Bündnisses >Bad Nenndorf ist bunt<

Herdelezi 2011, Do., 26.05.11, in Hannover

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Mit Herdelezi 2011 in Hannover lädt Romane Aglonipe als Selbstorganisation der Roma-Minderheit zu Information, Musik und Diskussion ein:

Herdelezi-Plakat, Hannover, Do 26.05.2011

Saal des Kath. Bildungszentrums St. Clemens

Leibnizufer 17 B, 30169 Hannover

Zugang über den Kirchplatz

Parkplätze: Zufahrt über die Strasse „Auf dem Kanonenwall“

Herdelezi 2011 in Hannover engagiert sich als Projekt der Roma für die Einbeziehung dieser Minderheit in die Gesellschaft in Hannover und Niedersachsen, insbesondere für ein Bleiberecht der Roma-Familien, die als Flüchtlinge (vor allem aus dem Kosovo) seit vielen Jahren hier leben.

Herdelezi 2011 in Hannover stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Roma suchen ein Leben in Sicherheit und Würde und finden zunehmend Unterstützung in der Zivilgesellschaft, bei Kirchen (z.B. bei Caritas und Diakonie, s. Aktion Bleiberecht), Menschenrechts- und Kultur-Organisationen, Schulklassen, Vereinen (s. Alle bleiben!).

Als Roma können wir die Belange der Kommune aktiv mitgestalten, unsere Kinder und Jugendli-che können hier die gemeinsame Zukunft mit gestalten. Eine Abschiebung aber bedeutet für sie die Deportation ins Niemandsland.

Herdelezi 2011 in Hannover wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt und von weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen gefördert: Projekt MISO – Migranten-Selbstorganisation – der Landeshauptstadt Hannover, Kath. Kirche in der Region Hannover und Caritasverband der Diözese Hildesheim – dafür vielen Dank!

(online seit: 14.05.11, 23:00, Update: 21.05.11)

HERDELEZI 2011, So 22.05.11 in Emden

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Mit Herdelezi 2011 laden Roma-Familien in Emden und Ostfriesland zum Dialog mit Kultur ein:

Herdelezi 2011 in Emden, So 22.05.11

 Hochschule Emden-Leer,

Constantiaplatz 4, 26723 Emden.

Herdelezi 2011 in Emden bietet Literatur, Berichte, Foto-Ausstellung, Musik, Film, Buffet und Geselligkeit.

Zugang ist am Gebäude 4, Fachbereich Soziale Arbeit, vom Parkplatz Paapsand aus – oder vom Parkplatz Teutonenstrasse aus zu Fuß über das Hochschul-Gelände, links an der Mensa vorbei.

Das Kinder-Programm beginnt ab 12 Uhr – die offizielle Eröffnung findet um 14 Uhr statt – mit Grussworten der Stadt Emden, des Landkreises Aurich, des Ev.Luth. Kirchenkreises Emden und der Veranstalter.

Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, organisiert das Projekt in Kooperation mit dem Initiativkreis für das Bleiberecht der Roma in Krummhörn und Emden sowie dem Projektbereich Interkulturelle soziale Arbeit der Hochschule Emden-Leer.

Herdelezi 2011 stellt die Forderungen der neuen Roma-Bürgerrechtsbewegung vor, die am 8. April 1971 mit dem 1. Roma-Weltkongress in London international sichtbar wurde: Eine aktive Einbeziehung in die Gesellschaft, ein Ende von Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Respekt der Minderheitenrechte auf allen Ebenen. Organisationen der Roma-Minderheit und ihre Partner in Niedersachsen fordern heute ein Leben in Sicherheit und Würde, insbesondere für die Roma-Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

Herdelezi 2011 findet in Emden statt, weil hier und in der Region Ostfriesland mehrere Hundert Roma-Flüchtlings-Familien leben, um durch vielfältige Angebote Kontaktmöglichkeiten zu bieten, die Roma-Kultur erlebbar zu machen und Pläne für weitere gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln.

Herdelezi 2011 wird in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Ostfriesland und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. durchgeführt.

Für die Unterstützung danken die Veranstalter weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen in Emden, der Region und Niedersachsen, darunter Diakonisches Werk und Caritas, GEW, Förderkreis der Hochschule, Bündnis 90/Die Grünen Emden (Stand: 14.05.11).

(online ab 15.05.11, 22:15 Uhr; Update: 21.05.11)

Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Ahlem

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Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Ahlem

Do 03.03., 15 Uhr

Heisterbergallee 8, 30453 Hannover-Ahlem

Am Tag der Erinnerung an die Deportationen und Ermordung der Sinti und Roma in Auschwitz wird die Region Hannover gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Opferverbände in einer Gedenkstunde an die Verfolgten erinnern.

Veranstalter: Region Hannover

Programm des >Netzwerkes Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover <, www.erinnerungundzukunft.de


Anfahrt: Stadtbahnlinie 10 (Richtung Ahlem), Haltestelle Ehrhartstraße

http://83.246.67.2/map/cgi-bin/cityguide.pl?action=show〈=de&size=8660&mapper=3&zoom=100&mapX=3545923&mapY=5805148

Weitere Informationen zum laufenden Veranstaltungsprogramm der Gedenkstätte Ahlem: www.gedenkstaette-ahlem.de

Die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover besteht seit 1987. Sie dokumentiert die Geschichte Ahlems sowie der Einwohner jüdischen Glaubens der Stadt Hannover und des ehemaligen Landkreises. Die Region Hannover baut in den kommenden Jahren die Gedenkstätte Ahlem zu der zentralen Erinnerungsstätte der Region aus.

Der 3. März ist ein Tag der Erinnerung an die Deportation und Ermordung der Sinti und Roma in Auschwitz. Aus diesem Anlass werden am 03.03.2011 Vertreter der Region und Stadt Hannover gemeinsam mit Vertretern der Sinti und Roma, der christlichen Kirchen sowie der jüdischen Gemeinden in der Gedenkstätte Ahlem der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedenken.

1938 hatte Himmler die sogenannte endgültige Lösung der „Zigeunerfrage“ angekündigt. Ziel der Nazipolitik war die vollständige Vernichtung der Sinti und Roma. Im Frühjahr 1943 fuhren Deportationszüge mit Sinti und Roma aus elf verschiedenen europäischen Ländern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Die niedersächsischen Sinti wurden in der Nacht zum 3. März 1943 aus verschiedenen Sammellagern nach Auschwitz deportiert. Untergebracht wurden die Sinti und Roma dort in einem eigens eingerichteten „Zigeunerlager“. Über 500.000 Sinti und Roma fielen dem Holocaust zum Opfer.

Zur Geschichte der Mahn- und Gedenkstätte Ahlem

Ausgehend von der Gründung der >Israelitischen Erziehungsanstalt< 1893, informiert die Gedenkstätte über die Entwicklung dieser Bildungseinrichtung. Der Gründer der Schule, Alexander Moritz Simon, verfolgte das Ziel, die einseitige Wahl der Berufsbereiche, entstanden durch einengende Gesetzgebung für jüdische Bürger, zu beeinflussen und zu ändern. Der jüdischen Minderheit sollte durch die Ausbildung im Handwerk, Gartenbau und in der Landwirtschaft die Integration in Deutschland erleichtert und die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem qualifizierten Beruf den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die >Israelitische Gartenbauschule Ahlem< entwickelte sich zu einer weltweit anerkannten Bildungseinrichtung. Das Ende dieser schulischen Einrichtung zeichnete sich ab, als 1941 die Geheime Staatspolizei Hannover auf dem Gelände der Schule eine Sammelstelle für Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager einrichtete. Später kamen ein „Polizei-Ersatzgefängnis“ und eine Hinrichtungsstätte hinzu.

mehr: http://www.hannover.de/de/kultur_freizeit/geschichte/historisches/gedenkst/gedenkAhlem/mahn_ge.html

2010 legte eine interdiziplinäre Fachkommission zur Wandlung der Gedenkstätte in einen lebendigen Ort der Bildung und Kommunikation Empfehlungen für eine Neukonzeption der Mahn- und Gedenkstätte vor. Gemäß Beschluss des Regionsausschusses vom 04.05.2010 leitet die Region Hannover – Projektleitung Team Kultur – die europaweite Ausschreibung eines nicht offenen, einstufigen Wettbewerbs.

In der Gedenkstätte Ahlem können bereits heute durch Videos die Aussagen der Dokumentation vertieft und ergänzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit Projekttage durchzuführen.

mehr: http://www.hannover.de/de/kultur_freizeit/geschichte/historisches/gedenkst/gedenkAhlem/neukonzeption_ahlem/index.html

EINLADUNG: Herdelezi 2011 vorbereiten

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Sonntag, 27.02.2011, 13 Uhr

St. Michael, Hof van Holland 14, 26725 Emden

Vorbereitungstreffen für Herdelezi 2011

Der Initiativkreis für das Bleiberecht von Roma in Krummhörn und Emden lädt ein zu einem 1. gemeinsamen Treffen aller Interessierten. Nach dem Herdelezi-Fest in Nordhorn 2010 wird hier ein vergleichbares Programm für 2011 vorbereitet, das in der Region Ostfriesland stattfinden soll. Dort leben einige Hundert Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo. Mit dem Herdelezi-Programm stellen die Roma-Selbstorganisationen wie Romane Aglonipe, Roma in Niedersachsen, zusammen mit Partnerorganisationen wie dem Initiativkreis die Kultur und Lebenssituation von Roma-Familien vor. Ein Blick richtet sich dabei auf die Situation der Angehörigen der Minderheit der Roma, Ashkali und Ägypter im Kosovo.

Alle detaillierten Berichte von OSZE über UNHCR, Schweizer Flüchtlingshilfe und dem Menschenrechtsbeauftragten der EU, Hammarberg, bis zu Berichten von Recherchereisen deutscher ParlamentarierInnen und NGOs fordern eindringlich:

Keine zwangsweise „Rückführung“ in den Kosovo!

Die Fortsetzung von Kettenduldungen, die mit den Bleiberechtsregelungen (2007/2008) abgeschafft werden sollten, zwingt Roma-Flüchtlingsfamilien weiter zu einem Leben auf beschränktem Raum mit eingeschränkten Lebensmöglichkeiten. Das ist diskriminierend und kann nur durch ein humanitäres Aufenthaltsrecht verbessert werden. Dazu braucht es Bildungs- und Berufs-Förderung, damit alle Roma, die als „geduldete“ Flüchtlinge jahrelang zwangsweise vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wurden, endlich die Chance erhalten, sich und ihre Familien selbst zu ernähren.

Dafür streiten wir gemeinsam – viele flüchtlingspolitisch aufgeklärte Menschen und Organisationen unterstützen bereits die zentrale Forderung:

Alle bleiben!

(eingestellt: 20.02.11)

Hier geblieben – Roma brauchen Bleiberecht 2011

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Djevdet Berisa, Romane Aglonipe e.V., eröffnete das 1. Roma-Treffen 2011 in Hannover und Bürgermeisterin Lange, Landeshauptstadt Hannover, sowie Probst Tenge, Katholische Kirche Hannover, sprachen Grußworte. Mehr als 80 TeilnehmerInnen kamen am So., 06.02.2011, zur Beratung im Kulturzentrum Pavillon zusammen. Neben einem Rückblick auf Aktivitäten im Jahr 2010 gab es Arbeitsgruppen zu aktuellen Fragen von Jugendlichen (Protokoll: M. Micudaj) Frauen, Recht (Protokoll: S. Walbrecht) und zum Antiziganismus.

Beim Plenum kamen ExpertInnen aus Roma-Selbstorganisationen, Menschenrechts- und Flüchtlings-Organisationen sowie TeilnehmerInnen des Treffens zu Wort, darunter Roma-Lehrer und -KünstlerInnen sowie Menschen, die die Angehörigen der Roma-Minderheit in Deutschland, insbesondere die Roma aus dem Kosovo, unterstützen. Viele Jugendliche waren dabei, die gemeinsam mit jungen Roma aktiv werden wollen. Junge Roma vernetzen ihre Aktivitäten immer mehr auch auf europäischer Ebene.

Das 1. Roma-Treffen 2011 in Hannover verabschiedete eine ERKLÄRUNG, die jetzt über viele Kontakte bekannt gemacht wird. Das Treffen hat gemeinsame Aktionen zu wichtigen Terminen der Roma-Communities (8.4., Internationaler Tag der Roma; 06.05. Beginn des Herdelezi-Frühlingsfestes etc.) und der Innenpolitik in Deutschland (Innenministerkonferenzen im Juni und Dezember 2011)  und Europa in die Planung genommen.

Eine Fortsetzung guter Kooperationen ist geplant, denn die zentrale Forderung der Roma  und Roma-Selbstorganisationen nach einen „Bleiberecht jetzt!“ wird inzwischen von breiten Kreisen der flüchtlingspolitisch aufgeklärten Bevölkerung und wichtigen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Diakonischen Werk und der Caritas sowie weiteren Institutionen gefördert.

(eingestellt: 10.02.11; geändert: 20.02.11)

1. Roma-Treffen 2011 in Hannover, So 06.02.11

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Für ein Leben in Sicherheit und Würde

Wir laden alle Roma-Familien, besonders aus dem Kosovo ein:

Kommt Anfang Februar 2011 zu den Berichten und zur Beratung nach Hannover:

 

Sonntag, 06. Februar 2011, 12 Uhr bis 18 Uhr

Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4

(Nähe Hauptbahnhof, Ausgang Nord)

Roma-Familien aus dem Kosovo:

Für ein Leben in Sicherheit und Würde


Unsere Forderung nach einem „Leben in Sicherheit und Würde jetzt“ wird bereits von vielen Institutionen und Organisationen unterstützt.

Am Sonntag, 06. Februar 2011, planen wir gemeinsame Vorhaben im Jahr 2011. darunter Veranstaltungen rund um den Internationalen Tag der Roma im April, das Herdelezi-Frühlingsfest im Mai, die Innenminister-Konferenzen und vieles mehr.

Alle bleiben!

Bleiberecht – der Streit aus 2010 geht weiter

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2011 – ein Jahr positiver Entscheidungen?

Was sollen Flüchtlinge tun, die Schutz suchen vor Diskriminierung und Verfolgung in ihrem Herkunftsland – und denen die Behörden in Deutschland keine Zuflucht gewähren? Was sollen Kinder und Jugendliche tun, die hier geboren und / oder aufgewachsen sind, der Heimat z.B. ihr Ort in Niedersachsen oder einem der anderen Bundesländer ist – und deren Anspruch auf Schutz und elementare Rechte von den Behörden in Deutschland mißachtet wird? Was sollen ältere Menschen tun, die hier mit ihren Kindern und Enkelkindern leben, die in ihrer alten Heimat keine Verwandten mehr haben – und die von den Behörden die Aufforderung zur Ausreise erhalten?

Was sollen die Kranken tun, die hierher geflüchtet sind und nur hier medizinisch so behandelt werden können, dass sie eine Chance zum Überleben haben – und die von den Behörden hier keinen Aufenthalt aus humanitären Gründen zugestanden bekommen?

Was sollen die Behörden tun, die zugunsten von Flüchtlingen für einen Aufenthalt entscheiden wollen – denen aber das Innenministerium als vorgesetzte Behörde die Erteilung einer Aufenthaltsberechigung untersagt?

Was sollen die Organisationen und mitfühlenden Einzelpersonen unserer Zivilgesellschaft tun, Sportvereine, Schulen, Kirchengemeinden, Menschenrechtsgruppen, Jugendverbände und andere, die Zeuge davon werden, wie aktive Mitglieder, Schülerinnen und Schüler in Angst leben, jeden Tag abgeschoben zu werden in ein Land, das nie mehr ihre „Heimat“ werden kann – und die nach dem Willen der Mehrheitspolitik dennoch hier kein zu Hause erhalten können?

Was sollen die Selbstorganisationen der Flüchtlinge tun, die für die Rechte ihrer Communities Beratung, Protest-Aktionen, Lobby- und Advocacy-Arbeit aufbauen, zunehmend mehr Unterstützung erhalten, eine Antidiskriminierungspolitik der europäischen Gremien – aber mit einer inhumanen Kälte deutscher Behördern und PolitikerInnen konfrontiert sind?

Alle Flüchtlinge, insbesondere die Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, haben nur eine Chance: „Alle bleiben!“. Und zwar jetzt und hier!

Der Streit um elementare Menschenrechte für alle geht auch 2011 weiter!

Wenn Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen im Dezember 2010 weitere Abschiebungen von Kosovo-Roma aus dem eigenen Bundesland – zunächst bis März 2011 – aussetzen, sollten sich die übrigen Länder einfach anschließen.

Wenn dann die nächste Innenministerkonferenz am 22.06.11 in Hessen zusammenkommt, sollten sich die Senatoren und Minister des Inneren einfach einen Ruck geben und zugunsten der Angehörigen der Roma-Minderheiten aus dem Kosovo entscheiden:

Alle bleiben in Deutschland.

Die Innenminister sollten die Chance ergreifen, Tausenden eine Heimat und die Chance auf Arbeit und Leben zu geben. Die Roma-Flüchtlinge brauchen dringend ein Leben in Sicherheit und Würde – und Deutschland braucht die Roma-Familien.

Zuwanderung ins Sozialsystem“ muss nur der fürchten, der Einwanderer NICHT fördert und willkommen heißt. Alle Beteiligten brauchen gezielte Förderung und Hilfen zur beruflichen Eingliederung, Starthilfe für Existenzgründungen und die Unterstützung, die dazu beitragen wird, dass die Nachwuchskräfte, die zum Teil ja schon seit mehr als 10 Jahren hier leben, endlich ihre Existenz eigenständig gestalten können.

Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, darunter viele ausgebildete Fachkräfte, und ihre Kinder suchen hier ihre Zukunft. Sie haben es verdient, damit ernst genommen zu werden!

Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen nehmen die Hartherzigkeit der Innenbehörden nicht mehr teilnahmslos hin: Immer mehr stehen auf für die sozialen und kulturellen Rechte der Roma-Flüchtlinge.

2011 kann ein Jahr vieler positiver Entscheidungen werden. Das Roma-Treffen wird für dieses Ziel weiterarbeiten –

Mitwirken erwünscht!

EINLADUNG zum 08.08.2010

Nächstes Roma-Treffen

So., 08.08.2010, 12 Uhr, Hannover

TREFFPUNKT:

ÄNDERUNG:

NICHT: IIK c/o Kulturzentrum FAUST

SONDERN:
Kulturzentrum PAVILLON

Lister Meile 4

direkt am Hauptbahnhof, ca. 300 m Fußweg

(Ausgang: hinter Gleis 12/13, Richtung Lister Meile,

Eingang am Weißkreuzplatz neben Café Mezzo)


Zur Beratung:

  1. Proteste aktuell – Kurzberichte aus den verschiedenen Orten
  2. Gemeinsame Aktion – Demonstration Sa 02.10.10 in Hannover
  3. Vorbereitung zur Herbst-Innenminister-Konferenz – Do 18.11. / Fr 19.11. in Hamburg

Mehrere Organisationen haben im Sommer 2010 Aktionen gegen die Abschiebung von Roma-Familien, insbesondere nach Kosovo, durchgeführt.

Die Erfahrungen im Streit um ein Leben in Sicherheit und Würde wollen wir bekannt machen und auswerten. Die Beteiligten sind eingeladen, kurze Berichte vorzubereiten.

Mehrere Veranstaltungen sind geplant, um die Zivilgesellschaft auf die Not-Situation vieler Roma-Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Dazu gehört der Vorschlag zu einer gemeinsamen Öffentlichkeits-Aktion in Hannover.

Bei der Konferenz der Innenminister und -senatoren, die im Herbst wieder 2010 in Hamburg stattfindet, geht es u.a. um Regelungen für ein humanitäres Flüchtlingsrecht, das seit Jahren von Roma-Selbstorganisationen, Menschenrechts-Gruppen, Flüchtlingsverbänden u.a. Initiativen gefordert wird.

So steht schon der „Tag des Flüchtlings“ (Fr 01.10.2010) im Rahmen der „Interkulturellen Woche 2010“ unter dem Motto: „Mit Diskriminierung macht man keinen Staat“.

Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft zugunsten eines sicheren Aufenthaltes für Roma-Flüchtlinge entscheiden kann, die schon lange hier leben. Für die Mehrheit von ihnen gibt es kein Leben in Sicherheit und Würde in den Herkunftsregionen (der Eltern oder Grosseltern), wie z.B. dem Kosovo.

Andere sollten längst schon aus humanitären Gründen hier einen sicheren Aufenthalt bekommen haben.

Wir fordern: „Alle bleiben!“.

(erstellt: 02.08.10,

ergänzt 07.08.10, 8:40 + 07.08.10, 19:55 Uhr)

Internet-Aktion unterstützen

Abschiebungen ins Elend stoppen!
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Pro Asyl startet am 25. Mai eine Internet-Aktion: Die Innenminister und -senatoren aller Bundesländer sollen für eine humanitäre Regelung zugunsten der geduldeten Roma gewonnen werden:

Fußgängerzone in Münster: Hunderte Bürgerinnen und Bürger solidarisieren sich mit den seit Jahren in ihrer Stadt lebenden Roma-Flüchtlingen. Sie wollen nicht zulassen, dass ihre Nachbarinnen und Nachbarn in den Kosovo abgeschoben werden. Mit einer kreativen Fotoaktion in der Fußgängerzone setzen sie ein öffentliches Zeichen des Protestes. Machen Sie mit!“.

Aus den Erfahrungen der Roma und ihrer FreundInnen in Münster kommt diese wirksame Aktions-Idee:
„Protestieren Sie mit einem Foto. Ob alleine oder zusammen mit Bekannten und Verwandten, ob gemeinsam mit Freunden aus der ganzen Welt oder betroffenen Roma aus der Nachbarschaft – halten Sie Ihren Protest gegen die Abschiebungen auf einem Foto fest. Senden Sie dieses mit einer persönlichen Protestmail an den Innenminister Ihres Bundeslandes. Bitte senden Sie Ihr Foto ebenfalls an info@proasyl.de. Wir wollen eine Auswahl auf unserer Homepage veröffentlichen“.

Mitwirken erwünscht!

(erstellt: 26.05.2010)

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